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02.01.2017 | News-Bericht

Schnelle Hilfe, auch irgendwo im Nirgendwo

  • Der Niebüller Rettungshubschrauber ist ein wichtiges Puzzlestück für die notfallmedizinische Versorgung der Region.
    Der Niebüller Rettungshubschrauber ist ein wichtiges Puzzlestück für die notfallmedizinische Versorgung der Region.

Die Möglichkeiten zur Unterstützung der DRF Luftrettung sind vielfältig. Viele helfen in Form einer Einzel- oder Familienmitgliedschaft, viele durch Spenden. Manche nutzen Anlässe wie Geburtstage, Jubiläen oder Hochzeiten, um Gelder für die gemeinnützig tätige DRF Luftrettung zu sammeln. Und manche denken sogar im Moment größter Trauer an die rot-weißen Luftretter.

Auch die schnellste Hilfe kommt manchmal zu spät. Kerrin Hansen musste diese Erfahrung bei einem guten Freund machen. Nach einem schweren Sturz kamen ihm die Niebüller Luftretter zu Hilfe. Doch er verblutete noch während des Transports ins Krankenhaus. „Trotzdem bin ich den Helfern von Herzen dankbar. Denn sie waren bei ihm, als er Hilfe brauchte, und nahmen ihm die Schmerzen. Er starb nicht allein.“

Zwei weitere Freunde der 44-Jährigen benötigten ebenfalls die schnelle Hilfe aus der Luft. „Das eine war eine schwere Nachblutung infolge einer Operation, das andere ein allergischer Schock“, erinnert sich die Niebüllerin, die Intensivschwester in einem dänischen Krankenhaus ist und die DRF Luftrettung bestens kennt. „Mein Herz schlägt für diesen Hubschrauber. Für unsere Region ist er ungemein wichtig, wir leben hier irgendwo im Nirgendwo. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass im Notfall schnelle medizinische Hilfe da ist.“

Schon ihr Vater Günther Jensen unterstützte die DRF Luftrettung als Förderer. Im Alter von 68 Jahren verstarb er an einer Lungenembolie. Doch im Moment der Trauer dachte Kerrin Hansen an all die Menschen, die in Zukunft schnelle Hilfe aus der Luft benötigen werden. „In der Todesanzeige bat ich deshalb um Spenden für die DRF Luftrettung. 235 Euro kamen zusammen, kein großer Betrag. Aber ich weiß, dass jede Spende Leben retten kann.“

Jürgen Voiss, Stationsleiter und Pilot der DRF Luftrettung in Niebüll, ist beeindruckt „Es berührt uns sehr, dass Kerrin Hansen und ihre Familie in einem solch traurigen Moment an Menschen in Not dachten und sich zu diesem Schritt entschieden. Zugleich ist es eine Wertschätzung unserer Arbeit. Eine solche Geste treibt uns an, unser Bestes zu geben.“

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