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30.09.2016 | News-Bericht

Schnelle Hilfe bei Verkehrsunfällen

  • Der Friedrichshafener Rettungshubschrauber im Notfalleinsatz.
    Der Friedrichshafener Rettungshubschrauber im Notfalleinsatz.
  • Bei den teils großen Entfernungen auf der Schwäbischen Alb kommt der Vorteil des Hubschraubers besonders zum Tragen.
    Bei den teils großen Entfernungen auf der Schwäbischen Alb kommt der Vorteil des Hubschraubers besonders zum Tragen.

Der Friedrichshafener Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung ist nicht nur im Einsatz, um im Notfall den Notarzt schnell zu den Patienten zu bringen. Häufig wird er auch für den schonenden Transport von Schwerverletzten, beispielsweise nach einem Verkehrsunfall, alarmiert, um diese in das geeignete Krankenhaus zu fliegen. So auch in den folgenden beiden Fällen.

Die Besatzung war gerade dabei, einen Patienten nach einem Intensivtransport den Ärzten der Oberschwabenklinik St. Elisabeth in Ravensburg zu übergeben, als bei Pilot Günter Eigenbrodt das Handy klingelte. Am anderen Ende der Leitung meldet sich die Leitstelle Bodensee mit einem neuen Einsatz für die Luftretter. „Schwerer Verkehrsunfall nahe Tettnang“, so die Nachricht. Kurz darauf hob der rot-weiße Hubschrauber wieder ab und erreichte wenige Minuten später den Unfallort südlich von Ravensburg. Auf einer Landstraße war kurz zuvor ein Lkw in das Heck eines vor ihm stehenden Autos gekracht. Der Beifahrer wurde durch den Aufprall kurzzeitig bewusstlos und erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und schwere Verletzungen der Lendenwirbelsäule: Es drohte Lebensgefahr! Der bodengebundene Notarzt, der den Patienten medizinisch versorgte und den Hubschrauber zum Transport nachgefordert hatte, stellte zudem eine sogenannte „retrograde Amnesie“ fest. Dabei handelt es sich um eine Art Gedächtnisverlust, bei der der Patient nicht mehr in der Lage ist, sich an Informationen oder Momente vor einem meist traumatischen Ereignis, wie einem Unfall, zu erinnern. Nach dem Eintreffen der Luftretter wurde der Patient auf eine Vakuummatratze gebettet und zur weiteren Behandlung umgehend nach Ravensburg geflogen.

Der zweite Unfall ereignete sich nur wenige Tage später. Wieder war die Besatzung nach einer Patientenübergabe an der Oberschwabenklinik in Ravensburg vor Ort als just in diesem Moment die Hilfe der Luftretter benötigt wurde. Wieder war es ein Verkehrsunfall, aber diesmal mitten auf der Schwäbischen Alb in der Nähe von Gammertingen. Ein Pkw war gerade dabei, auf eine Bundesstraße einzubiegen, als es mitten auf der Straße zur Kollision mit einem weiteren Pkw kam. Der Kopf einer 38-jährigen Fahrerin wurde durch den Zusammenprall gegen die Windschutzscheibe geprallt und sie erlitt schwerste Verletzungen am ganzen Körper. Als der bodengebundene Notarzt eintraf, war die Patientin bewusstlos und schwebte in akuter Lebensgefahr. Sofort alarmierte der bodengebundene Notarzt Christoph 45, den rot-weißen Rettungshubschrauber aus Friedrichshafen, nach. Ein schneller Transport in ein geeignetes Traumazentrum war notwendig. Mitten auf der Alb ist der Weg durch die Luft die schnellste Möglichkeit, die Patientin in das Reutlinger Klinikum zu fliegen. Nachdem die Patientin geschient, mit Beckenschlinge fixiert und auf der Vakuumatratze stabilisiert wurde, flog die Besatzung sie in weniger als zehn Flugminuten nach Reutlingen, wo sie den Ärzten im Schockraum übergeben werden konnte.

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