11.12.2018 | News-Bericht

Schnelle notärztliche Hilfe für abgestürzten Gerüstbauer

  • Per Hubschrauber konnte der Notarzt am schnellsten zum Unfallort gebracht werden. (Symbolbild)
    Per Hubschrauber konnte der Notarzt am schnellsten zum Unfallort gebracht werden. (Symbolbild)

Gerüstbauer haben einen anstrengenden Beruf, der einen sicheren Stand und Schwindelfreiheit erfordert. Trotz zahlreicher Sicherheitsvorkehrungen kommt es auf dem Bau immer wieder zu schweren, tragischerweise mitunter sogar tödlichen Unfällen. So weist die Statistik der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft 88 tödliche Arbeitsunfälle im Jahr 2017 aus. Über ein Viertel aller von 2009 bis 2016 durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin erfassten tödlichen Arbeitsunfälle sind Absturzunfälle gewesen.

Erfreulicherweise nicht ganz so dramatisch waren vor kurzem die Folgen eines Unglücks auf einer Baustelle in Bietigheim. Dort stürzte ein Gerüstbauer beim Aufstellen eines Gerüstes aus etwa zwei Metern Höhe herab und schlug auf einer Betonplatte auf. Die Rettungsleitstelle alarmierte daraufhin einen Rettungswagen – und außerdem die DRF Luftrettung auf der Station Stuttgart. Denn der dort beheimatete Christoph 51 ist grundsätzlich mit einem Notarzt besetzt, den der Verunglückte nach dem Zwischenfall dringend benötigte. Zudem kann der Mediziner auf dem Luftweg am schnellsten zum Einsatzort befördert werden.

So starteten Pilot Thomas Roth, Notfallsanitäter Harald Hartmann sowie Florian Ohlemacher unverzüglich und waren nur sieben Minuten später bei dem verunfallten Gerüstbauer. Der 24-Jährige hatte Glück gehabt und sich – Ergebnis der eingehenden notärztlichen Untersuchung – lediglich ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma zugezogen. Umgehende Untersuchungen in einer Klinik waren nach einem Sturz aus dieser Höhe jedoch angezeigt. Mit dem zeitgleich zum Hubschrauber der DRF Luftrettung eingetroffenen Rettungswagen wurde der Arbeiter daher nach erster Versorgung auf der Baustelle ins Klinikum Ludwigsburg transportiert – während der gesamten Zeit begleitet und überwacht von Florian Ohlemacher.

Für die Stuttgarter Luftretter war das schnelle Zubringen des Hubschraubernotarztes nebenbei schon der 1.000 Einsatz im laufenden Jahr.

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