06.09.2017 | News-Bericht

Schreckliche Diagnose im Familienurlaub

  • Nach Abwicklung aller Vorbereitungen startete die Crew an Bord eines Learjets der DRF Luftrettung Richtung Bulgarien. Symbolbild.
    Nach Abwicklung aller Vorbereitungen startete die Crew an Bord eines Learjets der DRF Luftrettung Richtung Bulgarien. Symbolbild.

Endlich Sommerurlaub, sehnlich erwartet als die schönsten Wochen des Jahres. Für eine Familie aus Baden-Württemberg wurde die Sommerreise nach Bulgarien allerdings zum Alptraum: Ihre kleine Tochter bekam plötzlich Fieber, wurde ohnmächtig.
Im Krankenhaus dann der Schock! Die Dreijährige hatte einen Tumor im Kopf. In zwei Operationen konnten die Neurochirurgen einen großen Teil entfernen, dennoch hing das Leben des Kindes weiter an einem seidenen Faden. Größter Wunsch der Eltern war es jetzt, dass ihre Tochter in einem Krankenhaus in Deutschland weiterbehandelt werden sollte. Der Transport des Kindes dorthin war jedoch nur mit einem Ambulanzflugzeug möglich.

Kaum war der Auftrag in der Einsatzzentrale im Operation-Center der DRF Luftrettung eingegangen, liefen die Vorbereitungen an. Die erfahrenen Einsatzkoordinatoren klärten in Kooperation mit dem medizinischen Dienst der DRF Luftrettung die medizinischen Details und welche Klinik für die weitere Versorgung des Kindes am besten geeignet sein würde. Es fiel die Entscheidung, das kleine Mädchen in die Universitätsklinik Tübingen zu bringen und dazu den Flughafen Stuttgart anzufliegen.

Jetzt galt es, die Flugpläne für Hin- und Rückflug zu erstellen. Die Einsatzkoordinatoren berechneten die Strecke und die nötigen Treibstoffreserven. Alle Genehmigungen und offenen Fragen für die Starts und Landungen an den verschiedenen Flughäfen wurden geklärt, außerdem der Transport des Kindes zum Flughafen in Varna und von Stuttgart nach Tübingen. Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren, startete die Besatzung aus zwei Piloten, einem Notarzt und einem Rettungsassistenten Richtung Bulgarien und war wenig später in Varna.

Im Krankenhaus übernahmen Notarzt und Rettungsassistent das kleine Mädchen und bereiteten alles für den Flug vor. Die Mutter würde die ganze Zeit an der Seite ihrer Tochter bleiben können. „Der Transport eines intensivpflichtigen Patienten ist immer eine Herausforderung“, erklärt Dr. Michael Beier, der bei dem Einsatz in Bulgarien im Dienst war. „Es lief aber alles gut, der Zustand des kleinen Mädchens blieb während des gesamten Flugs stabil. In Tübingen übergaben wir die Patientin den Ärzten der Uniklinik, die schon bereitstanden.“

 

Die Station zum Beitrag:

Standorte DRF Luftrettung

Auswählen und mehr erfahren

Von wo starten unsere Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge zu ihren Einsätzen? Wer koordiniert eine Patientenrückholung aus dem Ausland? Und wo wird unsere Flotte eigentlich gewartet? Lernen Sie die Hubschrauberstationen, das Operation-Center und den Ambulanzflugbetrieb der DRF Luftrettung kennen. Mit einem Klick auf eine unserer Stationen können Sie den jeweiligen Einsatzradius des Hubschraubers erkennen. Weitere Einblicke und Hintergrund- informationen erhalten Sie auf den Stationsseiten.

Minuten- und Kilometerzahl sind durchschnittliche Angaben

Alle Standorte

Mehr zur Station:

Als Intensivtransporthubschrauber (ITH) „Christoph Berlin“ unterwegs: eine H 145. Foto: ukb/Michael Hübner
12.07.2019 | News-Bericht
Die DRF Luftrettung setzt sich selbst hohe Maßstäbe für ihre tägliche Arbeit in der Rettung von Menschenleben im Notfall – sowohl im medizinischen, als auch im flugbetrieblichen…