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12.03.2018 | News-Bericht

Schüler beim Überqueren der Straße „bei Rot“ von Auto erfasst

  • Einem Jugendlichen wurde kürzlich der unbedachte Gang über die Straße zum Verhänis. Er wurde angefahren und schwer verletzt. An Bord von Christoph 51 wurde der Junge schnell und schonend in eine Klinik geflogen.
    Einem Jugendlichen wurde kürzlich der unbedachte Gang über die Straße zum Verhänis. Er wurde angefahren und schwer verletzt. An Bord von Christoph 51 wurde der Junge schnell und schonend in eine Klinik geflogen.

Ein Nachmittag Ende Januar. Die Rettungsleitstelle Heilbronn alarmiert um kurz vor drei Uhr die Crew von Christoph 51: Ein zwölfjähriger Junge wurde beim Überqueren einer Straße in Besigheim von einem Auto angefahren. „Auf Höhe des Schulzentrums lief das Kind trotz ‚roter‘ Fußgängerampel auf die Fahrbahn. Die dort fahrende 21-jährige Lenkerin eines Ford konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und erfasste das Kind, so dass es auf die Fahrbahn geschleudert wurde“, berichtet das Polizeipräsidium Ludwigsburg vom Unfallhergang. Neben diversen Prellungen hatte das junge Unfallopfer beim Zusammenprall mit dem Auto ein Wirbelsäulentrauma erlitten. Sofort startetn Pilot und Stationsleiter Thomas Roth, Notärztin Verena Brändle und Notfallsanitäter Tilmann Heger mit ihrer rot-weißen Maschine vom Typ EC 145 von der Luftrettungsstation Stuttgart, um dem Schüler mit 250 Stundenkilometern zur Hilfe zu eilen.

„Wir waren nach wenigen Minuten bei dem Jungen. Besigheim ist eine Kleinstadt und liegt nördlich von Stuttgart, da, wo die Enz in den Neckar fließt“, schildert Pilot Roth. Die Einsatzstelle habe sich, so der Luftretter weiter, auf einer Straße befunden, die zwischen der Schule und einem Bolzplatz verläuft. „Auf dem Bolzplatz konnten wir direkt zur Landung gehen – keine 50 Meter vom Unfallort entfernt“, erläutert Roth.

Ein bodengebundener Notarzt sowie Rettungswagen waren bereits vor Ort, als die Crew von Christoph 51 eintraf. Denn städtische Arbeiter waren an jenem Nachmittag beim Heckeschneiden – unmittelbar neben der Stelle, an der der Verkehrsunfall passierte, und wählten den Notruf.

„Wir wurden hinzugerufen, um den Buben schonend ins Klinikum Ludwigsburg zu fliegen“, erläutert Thomas Roth den weiteren Einsatzverlauf. „Es ist bei einer Rückenverletzung sehr wichtig, Patienten vorsichtig zu transportieren. Das geht ist der Luft erheblich sanfter und natürlich auch schneller als am Boden.“ Denn bei Schädigungen der Wirbelsäule müsse vermieden werden, dass sie auf dem Weg ins Krankenhaus weiter belastet oder gar verschoben werde, was zur gefährlichen Beschädigung des Rückenmarks führen könnte. „Unser medizinisches Team hat den Zwölfjährigen darum vor dem Abflug am Unfallort zunächst stabilisiert und sicher auf der Hubschrauber-Trage fixiert, damit wir ihn so schonend wie möglich ins Krankenhaus bringen konnten.“

Nach dem Abheben in Besigheim erreichte der Hubschrauber der DRF Luftrettung nur acht Minuten später das Klinikum Ludwigsburg. Dort konnten Verena Brändle und Tilmann Heger den verunglückten Jungen an die bereits alarmierten Spezialisten übergeben, die sich um die weitere Diagnostik und Behandlung der Verletzungen kümmerten.

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