08.10.2018 | News-Bericht

Schwächeanfall nach zweistündiger Wattwanderung

  • Schnelle Hilfe aus der Luft mit einer BK 117: Christoph Europa 5. Symbolbild.
    Schnelle Hilfe aus der Luft mit einer BK 117: Christoph Europa 5. Symbolbild.

Für viele Menschen mag es kaum etwas Schöneres geben, als Spaziergänge am Meer zu unternehmen. Auch einen 78-Jährigen packte kürzlich die Ausflugslust, und er machte sich auf zu einer ausgedehnten Wattwanderung über eine Sandbank zwischen den Nordfriesischen Inseln Föhr und Amrum. Doch der eigentlich erholsame Freizeitspaß nahm für den Senior ein unerfreuliches Ende: Nach etwa zwei Stunden verließ den Mann die Kraft. Er erlitt im Watt einen Schwächeanfall, konnte nicht mehr weiterlaufen.Schwächeanfall nach zweistündiger Wattwanderung

Andere Wanderer, die auf ihn aufmerksam wurden, setzten einen Notruf ab. Die Rettungsleitstelle Nord entsandte Christoph Europa 5 zu dem hilflosen Mann. Sofort machten sich Pilot Jürgen Voiß, Hubschraubernotärztin Dr. Christine Hein und Rettungsassistent Jens Peter Lindner auf den Weg. Wenige Minuten nach dem Start traf das Niebüller Team der DRF Luftrettung bei dem 78-Jährigen ein. „Es gab keine Möglichkeiten für den ebenfalls verständigten bodengebundenen Rettungsdienst, die Einsatzstelle zu erreichen“, schildert Jürgen Voiß. Die Crew von Christoph Europa 5 konnte hingegen direkt zu dem Patienten fliegen. Doch: „Es war nur eine schnelle Landung möglich, um den Patienten über die Seitentür aufzunehmen. Man muss immer ein Auge auf die unter Umständen wieder einsetzende Flut haben. Auch kann es sein, dass man im nassen Sand schnell einsackt. Wir halten uns daher so kurz wie möglich an so einem Einsatzort auf“, erklärt der Pilot.

 Behutsam verhalfen Christine Hein und Jens Peter Lindner dem erschöpften Mann in die Maschine der DRF Luftrettung, und Voiß setzte die rot-weiße BK 117 kurz darauf auf dem Flugplatz Föhr auf. Dort war inzwischen bereits ein Rettungswagen angekommen. Mit dessen Besatzung versorgten die Notärztin und der Rettungsassistent der DRF Luftrettung den Geschwächten umgehend. Im Anschluss wurde der Wattwanderer zum nahegelegenen Krankenhaus Wyk auf Föhr gebracht. „Da wurde er dann noch einmal richtig durchgecheckt“, erläutert Voiß.

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