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27.07.2017 | News-Bericht

Schwangere erleidet Polytrauma durch Verkehrsunfall

  • Tragischer Unfall auf der B 212 bei Nordenham. Die Besatzung von Christoph Weser der DRF Luftrettung fliegt eine Patientin nach der notärztlichen Versorgung vor Ort in eine Klinik.
    Tragischer Unfall auf der B 212 bei Nordenham. Die Besatzung von Christoph Weser der DRF Luftrettung fliegt eine Patientin nach der notärztlichen Versorgung vor Ort in eine Klinik.

Tragischer Einsatz für Christoph Weser: Die Crew der Bremer Station der DRF Luftrettung wurde kürzlich zu einem Verkehrsunglück gerufen, bei dem eine Person ums Leben kam und drei weitere Menschen teils massiv verletzt wurden. Ereignet hatte sich der Unfall auf der Bundesstraße 212 bei Nordenham. Ein 30-jähriger Bremer war aus dem Wesertunnel herausgefahren, Richtung Brake. Doch als der Mann auf dem Beschleunigungsstreifen fuhr, geriet er plötzlich in den Gegenverkehr und prallte frontal mit dem Peugeot eines 33-jährigen Kölners zusammen, der mit zwei Beifahrerinnen unterwegs war. Der Peugeot überschlug sich und stürzte in einen Graben neben der Fahrbahn. Während der Bremer sich leichte Wunden zuzog, erlitten der Kölner und seine Begleiterinnen schwerste Verletzungen.

„Dieser Ort ist ein Brennpunkt für Autounfälle. Zu denen kommt es dort leider sehr häufig“, erklärt Stationsleiterin und Pilotin Adriana Langer, die sich nach der Alarmierung durch die Großleitstelle Oldenburg mit Hubschraubernotarzt Dr. Philip Mävers und Rettungsassistent Kai Billert auf den Weg zu der Einsatzstelle machte. Dort angekommen sah die Besatzung aus der Luft bereits mehrere Rettungswagen, Notarzteinsatzfahrzeuge und die Helfer der Feuerwehr. Letzteren war es gelungen, die drei Insassen aus dem völlig zerstörten Peugeot herauszuschneiden. „Doch für den Kölner konnte man leider nichts mehr tun, der Mann wurde tot aus dem Wagen geborgen“, berichtet Langer. Sie landete die BK 117 der DRF Luftrettung nach der Ankunft direkt am Unfallort, wo Mävers und Billert sofort die bodengebundenen Kollegen unterstützten.

„Die Patientin, für die wir zuständig waren, war eine der beiden Beifahrerinnen des Peugeotfahrers“, erinnert sich Pilotin Langer. „Eine schwangere, 30-jährige Frau, die ein Polytrauma erlitten hatte. Schädel, Rippen – sie hatte überall Verletzungen.“ Während die bodengebundenen Einsatzkräfte die zweite verunglückte Frau und das Bremer Unfallopfer versorgten, die anschließend mit Rettungswagen in nahegelegene Krankenhäuser gebracht wurden, kümmerte sich das Team von Christoph Weser mit größter Vorsicht um die Schwangere. „Bei dieser Patientin musste natürlich viel beachtet werden. So kann der Notarzt zum Beispiel nicht jedes Medikament verabreichen“, erklärt Adriana Langer die dramatische Situation.

Nachdem sie stabilisiert wurde, luden Langer, Mävers und Billert ihre Patientin in die rot-weiße Maschine der DRF Luftrettung ein und transportierten sie in wenigen Minuten zum Klinikum Bremen Mitte. Als die Crew von dort wieder abhob, mussten die drei Helfer erst einmal in sich gehen, wie Langer schildert: „Der Einsatz war für uns alle eine Belastung, das war uns natürlich bewusst. Aber man muss lernen, mit solchen Fällen umzugehen, damit wir weiterhin immer unser Bestes geben können“, so die Stationsleiterin.

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