20.12.2016 | News-Bericht

Schwarzwald-Rind attackiert Landwirt

  • Auch der Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung weckt großes Interesse bei dem Tier. (Symbolbild)
    Auch der Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung weckt großes Interesse bei dem Tier. (Symbolbild)

Um die Quelle der Brigach, ein Quellfluss der Donau, erstrecken sich tannenbewachsene Bergrücken. Hier mitten im Schwarzwald, unweit von St. Georgen, herrscht idyllische Ruhe. In aller Gemütlichkeit steht eine Kuhherde auf ihrer Weide und kaut bis in den späten Nachmittag ihre grasige Mahlzeit wieder. Da betritt ein Landwirt die Wiese und will die Tiere in den Stall treiben. Einem Rind gefällt das gar nicht: Plötzlich greift der Bulle den Mann an, stößt ihn mit Kopf und Hörnern hangabwärts, lässt nicht mehr von ihm ab. Verzweifelt versucht der Mann, dem Tier Einhalt zu gebieten. Doch erst als er sich in den Morast einer schlammigen Senke flüchtet, endet der Angriff des Bullen. Das Tier folgt ihm nicht mehr. Durch den Angriff wurde der Landwirt schwer an Brust, Armen und Kopf verletzt. Als ihn seine Familie wenig später findet, setzt sie sofort einen Notruf ab.

Kurz darauf treffen ein Rettungswagen und ein bodengebundener Notarzt bei dem Schwerverletzten ein. Sofort erkennt der Notarzt die kritische Lage, in der sich der Mann befindet, und fordert einen Rettungshubschrauber an: Er benötigt medizinische Unterstützung und anschließend muss der Landwirt so schnell wie möglich in eine Spezialklinik gebracht werden. Wenige Minuten später werden auf der Weide die Rotorengeräusche von Christoph 11 hörbar. Mit dem Rettungshubschrauber aus Villingen-Schwenningen bringt Pilot Jochen Fleckenstein Notarzt Dr. Bastian Veigel und Notfallsanitäter Andreas Schuhbauer an den Einsatzort. Kaum setzt der rot-weiße Hubschrauber auf dem Wiesenboden auf, eilt die Besatzung dem Schwerverletzten zur Hilfe. „Zunächst mussten wir gemeinsam den Landwirt aus dem Morast retten. Auch anschließend arbeiteten wir mit den anderen Rettungskräften Hand in Hand, um den Mann schnellst möglich medizinisch zu versorgen“, berichtet Notfallsanitäter Andreas Schuhbauer.

Bisher hatte sich keines der Tiere mehr in die Nähe des Patienten und der Rettungskräfte getraut. „Doch plötzlich tauchte der aggressive Bulle wieder auf. Mit Drohgebärden und lauten Rufen hatten die Familie des Verletzten und die eingetroffene Polizei alle Hände voll zu tun, um das Tier vom Rettungshubschrauber und den Fahrzeugen fernzuhalten“, erzählt Andreas Schuhbauer. Dieses Mal kann der Bulle daran gehindert werden, weiteren Schaden zu verursachen. So kann die Besatzung von Christoph 11 den Patienten an Bord aufnehmen. Nach kurzem Flug übergeben die Luftretter den Landwirt am Klinikum in Villingen-Schwenningen zur weiteren medizinischen Versorgung an das Klinikpersonal.

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