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17.03.2017 | News-Bericht

Schwerer Arbeitsunfall in Rust

  • An Bord von Christoph 54 wird der schwer verletzte Baggerfahrer in die Universitätsklinik Freiburg geflogen.
    An Bord von Christoph 54 wird der schwer verletzte Baggerfahrer in die Universitätsklinik Freiburg geflogen.

Baggerfahren ist ein Kindertraum, doch ein Kinderspiel ist es nicht. Denn immer wieder werden Menschen bei Arbeiten mit schwerem Gerät lebensgefährlich verletzt, beispielsweise wenn ein Bagger auf unebenem Gelände den Halt verliert und umstürzt.

Genau dies ereignete sich in der vergangenen Woche in Rust, als ein Fahrer nur knapp mit dem Leben davon kam. Er fuhr gerade mit einem schweren Bagger eine kleine Straße hinauf. Plötzlich merkte er, dass er die Kontrolle über das tonnenschwere Fahrzeug verlor und langsam ins Rutschen kam. Dann stürzte der Bagger um, der Fahrer wurde unter seiner Kabine eingeklemmt.

Sofort alarmierten seine Kollegen den Rettungsdienst. Neben dem bodengebundenen Notarzt und der Besatzung eines Rettungswagens kam auch die Feuerwehr zum Unfallort. Sie setzte schweres Gerät ein, um den eingeklemmten Mann zu befreien. Während die Feuerwehrleute den Bagger vorsichtig sicherten und anhoben, versorgte der bodengebundene Notarzt bereits den Verunglückten. Da er sehr schwere Verletzungen bei diesem befürchtete, alarmierte er für den schnellen und schonenden Transport in ein Traumazentrum Christoph 54, den in Freiburg stationierten Hubschrauber der DRF Luftrettung.

Die Freiburger Luftretter waren kaum zehn Minuten zuvor von einem anderen Einsatz zurückgekommen und machten sich unverzüglich wieder auf den Weg. Pilot Oliver Barth zog die rot-weiße Maschine in den Himmel über dem Flughafen und drehte ab nach Nordwesten. Vor Ort angekommen konnte er den Hubschrauber ganz in der Nähe des Einsatzortes landen.

Notarzt Dr. Daniel Schmitz und Rettungsassistent Ralf Mewes eilten zum verunglückten Arbeiter, der mittlerweile befreit worden war. Der bodengebundene Notarzt erläuterte, welche Verletzungen er festgestellt hatte und wie der Verletzte bis zu diesem Zeitpunkt versorgt worden war, beispielsweise welche Medikamente er bekommen hatte.

Dann übernahm die Hubschraubercrew den Mann an Bord von Christoph 54, schloss ihn an die Überwachungsgeräte an und startete erneut. Wenige Minuten später war schon Freiburg in Sicht und Oliver Barth steuerte das dortige Universitätsklinikum an, das auf die Versorgung schwerverletzter Patienten spezialisiert ist.

„Der Patient hatte eine Reihe schwerer Verletzungen erlitten und schwebte in Lebensgefahr", erzählt Ralf Mewes. „Bei diesem sogenannten Polytrauma zählt jede Minute. Es war für ihn überlebenswichtig, so schnell wie möglich in einer Spezialklinik versorgt zu werden. Der Transport mit Christoph 54 hat wertvolle Zeit bis zum Beginn der klinischen Behandlung eingespart."

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