14.10.2019 | News-Bericht

Schwerer Auffahrunfall im Stau

  • Knapp zehn Minuten nach dem Start erreicht die Besatzung die Unfallstelle und Pilot Ulrich Weigang landet die Maschine auf der Autobahn.
    Knapp zehn Minuten nach dem Start erreicht die Besatzung die Unfallstelle und Pilot Ulrich Weigang landet die Maschine auf der Autobahn.
  • Im Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus in Bochum-Langendreer wird der Patient den Ärzten zur weiteren Behandlung übergeben.
    Im Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus in Bochum-Langendreer wird der Patient den Ärzten zur weiteren Behandlung übergeben.

Immer wieder werden die Teams der DRF Luftrettung zu Auffahrunfällen gerufen, die sich im Zuge eines Staus ereignet haben. Wegen eines solchen Vorfalls wurde Christoph Dortmund vor wenigen Tagen von der Rettungsleitstelle Hagen alarmiert: Auf der Autobahn 1 ist ein Lkw in Richtung Köln unterwegs. Ein 27-jähriger Lada-Fahrer aus Schwerte, so berichtet die Polizei Dortmund später, hat den vorausfahrenden Laster offenbar nicht rechtzeitig bemerkt und ist nahezu ungebremst auf das Heck aufgefahren. Während der Lenker des Lkw keine Blessuren davongetragen hat, ist der junge Mann schwer verletzt worden. Die Leitstelle entsendet die Dortmunder Crew der DRF Luftrettung zur Unglücksstelle.

Pilot Ulrich Weigang macht sich sofort mit Hubschraubernotarzt Dr. Jörgen Donat Wolfgang Ertel und Notfallsanitäter Björn Orschel auf den Weg zur A1. Knapp zehn Minuten nach dem Start erreicht die Besatzung die Unfallstelle und Weigang landet die Maschine der DRF Luftrettung auf der Autobahn. Die Polizei und die Feuerwehr sind bereits vor Ort, die Kameraden der Wehr müssen den in seinem Pkw eingeklemmten 27-Jährigen aus seinem Fahrzeugwrack befreien.

Ertel und Orschel leisten eiligst die medizinische Versorgung des Verunglückten. Der junge Mann hat lebensbedrohliche Mehrfachverletzungen („Polytrauma“) erlitten. Ein schweres Schädel-Hirn-Trauma mit einer Einblutung im Hirn, Frakturen des Ober- und Unterschenkels und ein linksseitiger „Pneumothorax“ – ein kollabierter Lungenflügel – werden vorläufig diagnostiziert. Hubschraubernotarzt Dr. Ertel legt den Patienten in Narkose, intubiert und beatmet ihn. Rasch bringen die Einsatzkräfte den 27-Jährigen zum Hubschrauber. Nur acht Minuten benötigt die Dortmunder Crew der DRF Luftrettung, um den Lada-Fahrer zum Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus nach Bochum-Langendreer zu fliegen. Dort wird der Schwerstverletzte den Ärzten zur weiteren Behandlung übergeben.

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