09.05.2015 | News-Bericht

Schwerer Motorradunfall bei Schwerte-Ergste

Frühlingszeit ist Motorradzeit. Die Tage werden länger, die Sonnenstunden steigen, die Temperaturen locken ins Freie – und oft auch aufs Motorrad. Das macht sich natürlich auch auf den Straßen bemerkbar. Die Unfälle, in denen Zweiräder involviert sind, steigen bis zum Sommer kontinuierlich.

Für einen 59-jährigen Motorradfahrer und seine gleichaltrige Sozia endete ein solcher Ausflug tragisch. Am Vormittag des 10. April waren die beiden bei schönem Wetter auf der A45 unterwegs. Kurz nach der Abfahrt Richtung Schwerte-Ergste beging der Mann nach Polizeiinformationen einen folgenschweren Fehler: Beim Abbiegen nach links übersah der Mann ein von dort kommendes Auto einer 28-Jährigen aus Dortmund. Der Aufprall ließ sich nicht mehr vermeiden. Das Motorrad wurde durch den Zusammenstoß gegen ein wartendes Auto gedrückt, das auf die A45 auffahren wollte.

Den Einsatzkräften der Feuerwehr und Polizei bot sich beim Eintreffen ein schreckliches Bild. Während die PKW-Fahrer mit dem Schrecken davon kamen, hatte der Mann seinen linken Unterschenkel verloren und bei der Frau waren offene Frakturen des linken Beines auszumachen. Sofort forderten die Rettungskräfte Unterstützung aus der Luft nach. Die Dortmunder Station ist nur wenige Kilometer vom Unfallort entfernt. „Nach wenigen Minuten waren wir bereits vor Ort“, berichtet Rettungsassistent Rasmus Böhme. Pilot Alwin Vollmer konnte Christoph Dortmund direkt neben der Unfallstelle auf einer Wiese landen.

„Beide Personen waren polytraumatisiert, das heißt sie hatten mehrere lebensgefährliche Verletzungen erlitten“, fasst Rasmus Böhme zusammen. „Anfangs kümmerten wir uns parallel um die beiden Verunglückten, nach Absprache mit der bereits bodengebunden eingetroffenen Notärztin übernahmen wir die weitere Behandlung der Sozia“, so Böhme weiter. Die Frau klagte über anhaltende starke Schmerzen im Bereich der gesamten linken Körperhälfte. Schmerzmittel wurden verabreicht und mehrere Infusionen gelegt, bevor spezielle Frakturschienen zur Stabilisierung des linken Ober- und Unterschenkels angelegt werden konnten. Nach der schnellen Versorgung durch den Notarzt und den bodengebundenen Rettungskräften bettete das Team von Christoph Dortmund die Frau auf ein Spineboard.

„Das Spineboard ist eine spezielle Trage, auf der Verletzte mit mehreren Gurten komplett von Kopf bis Fuß fixiert werden. Somit lässt sich die Wirbelsäule für den weiteren Transport stabilisieren und immobilisieren“, erklärt Böhme. Sie wird für gewöhnlich in der Bergrettung eingesetzt. Da das Spineboard aus Carbonfasern besteht und dadurch besonders leicht ist, eignet es sich sehr gut für den Hubschraubereinsatz. Die Frau wurde in das Knappschaftskrankenhaus Langedreer nach Bochum geflogen. Den Transport des Ehemanns übernahm ein weiterer Rettungshubschrauber aus Duisburg.

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