29.12.2016 | News-Bericht

Schwerer Verkehrsunfall am ersten Weihnachtsfeiertag

  • Der Hubschraubertyp H145, der auch an der Regensburger Station der DRF Luftrettung zum Einsatz kommt, ist für nächtliche Rettungsflüge besonders geeignet. (Symbolbild)
    Der Hubschraubertyp H145, der auch an der Regensburger Station der DRF Luftrettung zum Einsatz kommt, ist für nächtliche Rettungsflüge besonders geeignet. (Symbolbild)

Erster Weihnachtsfeiertag: Breits früh am Abend kehrt draußen Ruhe ein. Auch in Landau an der Isar haben es sich die meisten Menschen in ihren Häusern gemütlich gemacht, sitzen bei Kerzenschein und Festessen beisammen. In der einbrechenden Dunkelheit fahren nur noch vereinzelt Autos auf der B20. Plötzlich kommt hier ein Fahrzeug von seiner Spur ab und gelangt in den Gegenverkehr. Mit laut quietschenden Reifen versucht das entgegenkommende Fahrzeug den Zusammenprall zu verhindern – doch alles geht viel zu schnell. Frontal rasen die beiden Fahrzeuge ineinander, ein ohrenbetäubender Knall zerreißt die abendliche Stille.

Regensburg: Zwei Piloten, ein Notarzt  und eine Rettungsassistentin verbringen den Feiertag nicht zuhause, sondern einsatzbereit in der Hubschrauberstation der DRF Luftrettung. Auf einmal ertönt das Alarmsignal. Von der Rettungsleitstelle Landshut erfährt die Besatzung von dem Unfall auf der B20. Vor Ort wird jetzt schnellstmöglich ein Notarzt benötigt. „Sofort ließen wir alles stehen und liegen und eilten zu Christoph Regensburg“, erzählt Pilot Georg Fuhrmann. Keine zwei Minuten später hebt der rot-weiße Hubschrauber vom Boden ab. „Christoph Regensburg ist für nächtliche Rettungsflüge besonders geeignet“, erklärt der erfahrene Pilot. Wenige Minuten nach der Alarmierung schwebt der Hubschrauber der DRF Luftrettung auch schon über dem rund 60 Kilometer entfernten Unfallort. Von der Polizei und der Feuerwehr ist die Unfallstelle bereits abgesperrt und ausgeleuchtet worden. „So konnten wir den  Hubschrauber direkt auf der Bundesstraße landen“, berichtet Georg Fuhrmann. Kaum setzen die Kufen der Maschine auf dem Boden auf, eilen Notarzt und Rettungsassistentin auch schon zu einem durch den Unfall Schwerverletzten. Der 73-Jährige hat sich bei dem Zusammenstoß unter anderem lebensbedrohlich am Kopf verletzt. Durch den Notarzt und die Rettungsassistentin der DRF Luftrettung wird der Mann intubiert, um seine Atmung aufrecht zu erhalten, in Narkose versetzt und mit einer Halswirbelsäulenschiene für den Transport vorbereitet. Dann nehmen die Luftretter den Patienten an Bord von Christoph Regensburg auf. „Jetzt musste der Schwerverletzte so schnell wie möglich in eine Klinik der Maximalversorgung gebracht werden“, berichtet Pilot Georg Fuhrmann. Innerhalb von wenigen Minuten fliegt ihn die Besatzung an das Universitätsklinikum Regensburg. Dort wird er zur weiteren Behandlung an das Klinikpersonal übergeben.

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