Sie sind hier

23.10.2017 | News-Bericht

Schwerer Vorderwandinfarkt auf dem „Blocksberg“

  • Die Besatzung von Christoph 37 transportiert den Patienten schnell und schonend in ein Herzzentrum.
    Die Besatzung von Christoph 37 transportiert den Patienten schnell und schonend in ein Herzzentrum.

Ein herrlicher Herbsttag im Harz. Naturfreunde, Wanderer und Ausflügler nutzen die milde Witterung Mitte Oktober, um auf den bekannten Brocken, die höchste Erhebung der Region, zu gehen. Sie genießen die weite Aussicht, die eindrucksvollen Panoramen.

Auch ein Ehepaar aus Bischofswerda macht sich auf und wandert die 1.141 Meter empor, hinauf bis aufs Brockenplateau. Doch am Gipfel angekommen, bricht der 54-jährige Ehemann zusammen!

Glücklicherweise befinden sich zwei Ärzte und eine Krankenschwester privat unter den übrigen Brockenbesuchern. Die medizinisch ausgebildeten Personen kümmern sich als Ersthelfer um den Zusammengebrochenen und starten mit einem auf dem Brocken vorgehaltenen automatischen Defibrillator Wiederbelebungsmaßnahmen. Die per Notruf verständigte Rettungsleitstelle Harz entsendet unterdessen Christoph 37 aus Nordhausen auf den „Blocksberg“. Ein Rettungswagen sowie die Bergwacht Wernigerode machen sich parallel auf den Weg. Aufgrund seiner hohen Einsatzgeschwindigkeit von rund 240 Stundenkilometern ist der Hubschrauber der DRF Luftrettung als erstes Einsatzmittel beim kollabierten 54-Jährigen. „Bis zu unserem Eintreffen hatten die Ersthelfer bereits viermal versucht, den Mann mit Elektroschocks wiederzubeleben, doch er stabilisierte sich nicht!“, schildert Kay Wode, der als Pilot gemeinsam mit Notarzt Dr. Olaf Rose und Rettungsassistent Christian Barth zum Brocken flog.

Im Zuge der weiteren notfallmedizinischen Behandlung beatmete der Notarzt von Christoph 37 den Patienten, der auf dem Berg einen schweren Vorderwandinfarkt mit Kreislaufstillstand erlitten hatte. Um die Reanimation während des nachfolgenden Transportes des Mannes ins Harzklinikum Goslar kontinuierlich fortsetzen zu können, flogen Kay Wode und Christian Barth unterdessen zu der Klinik in der Kaiserstadt am Harz, um einen „LUCAS“ herbeizuholen. Diese automatische Reanimationshilfe sollte die Herzdruckmassage anschließend während des gesamten Transports des Patienten mit dem Rettungshubschrauber fortsetzen. „Wir benötigten für die Strecke zur Klink und zurück nur jeweils acht Minuten“, erläutert Pilot Wode.

Während dieser Zeit versorgte Dr. Olaf Rose weiterhin den Patienten. „Nach dem Anlegen des „LUCAS“ wurde der 54-jährige Wanderer in die rot-weiße EC 135 der DRF Luftrettung eingeladen und sicher nach Goslar geflogen“, beschreibt Kay Wode die weiteren Schritte. Im dortigen Krankenhaus standen bei Eintreffen von Christoph schon auf Herzinfarkte spezialisierte Klinikärzte bereit, um umgehend alle weiteren, erforderlichen Behandlungsmaßnahmen durchzuführen.

Weitere Neuigkeiten:

Die Station zum Beitrag:

Standorte DRF Luftrettung

Auswählen und mehr erfahren

Von wo starten unsere Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge zu ihren Einsätzen? Wer koordiniert eine Patientenrückholung aus dem Ausland? Und wo wird unsere Flotte eigentlich gewartet? Lernen Sie die Hubschrauberstationen, das Operation-Center und den Ambulanzflugbetrieb der DRF Luftrettung kennen. Mit einem Klick auf eine unserer Stationen können Sie den jeweiligen Einsatzradius des Hubschraubers erkennen. Weitere Einblicke und Hintergrund- informationen erhalten Sie auf den Stationsseiten.

Minuten- und Kilometerzahl sind durchschnittliche Angaben

Alle Standorte

Mehr zur Station:

Der Nordhäuser Hubschrauber landet direkt an der Einsatzstelle inmitten einer Skipiste.
07.02.2012 | News-Bericht
Gleich sieben Mal landete der Nordhäuser Hubschrauber der DRF Luftrettung in den vergangenen Tagen in den thüringischen Wintersportgebieten. Klirrende Kälte und ein strahlend…