27.07.2018 | News-Bericht

Schwerstverletzt im umgestürzten Führerhaus

  • Umgekippter Lkw auf der A 6 bei Dielheim: Christoph 53 ist als erstes Rettungsmittel an der Unfallstelle.
    Umgekippter Lkw auf der A 6 bei Dielheim: Christoph 53 ist als erstes Rettungsmittel an der Unfallstelle.

Die Besatzung von Christoph 53 ist vor kurzem mit ihrer rot-weißen EC 135 gerade auf dem Rückflug vom vorangegangenen Einsatz, als sie direkt in der Luft abermals alarmiert wird: Auf der Autobahn 6 bei Dielheim ist ein Lkw-Fahrer bei einem Unfall am frühen Nachmittag lebensgefährlich verletzt worden.

„Wir drehten in Richtung Dielheim A 6 ab und erreichten nach etwa zehn Minuten den Einsatzort“, berichtet Andreas Kempf, Pilot der DRF Luftrettung in Mannheim. Der Verkehr sei zu jenem Zeitpunkt auf der Fahrbahnseite, auf der sich der Unfall ereignet hatte, schon zum Erliegen gekommen. Allerdings waren die jeweiligen Fahrspuren für eine Landung nicht geeignet, wie der erfahrene Pilot beim Anflug sofort erkannte. Denn der Unfall hatte sich in einem verengten Baustellenbereich ereignet. „Jedoch konnten wir auf einer Baustellenfahrbahn genau gegenüber zur Landung gehen. Geistesgegenwärtig stoppten die Bauarbeiter auch den Verkehr in der Gegenrichtung“, so Kempf weiter.

Während die bodengebundenen Rettungsdienste derweil noch auf der Anfahrt sind – zum Teil entgegengesetzt der Fahrtrichtung, um überhaupt zum Einsatzort gelangen zu können – ist Christoph 53 als erstes Rettungsmittel bereits an der Unfallstelle. Gleich nach dem Aufsetzen dort laufen Hubschraubernotarzt Dr. Tobias Küßner und Rettungsassistent Oliver Lutz zum Unfallopfer. Der Mann war mit seinem Lkw-Zug, auf dem Container mit Altmetall transportiert wurden, in Richtung Sinsheim unterwegs, als er kurz nach zwölf Uhr in einer Linkskurve nach rechts auf den Grünstreifen geriet. Der Lkw kippte daraufhin auf die Seite. Es wurde vermutet, dass der Fahrer einen Schlaganfall erlitten hatte, aufgrund dessen der Unfall geschah.

Sofort nach Erreichen des stark beschädigten Fahrzeugs beginnt das medizinische Team von Christoph 53 mit der Untersuchung und Versorgung des Verletzten. Er hat multiple Verletzungen an Armen und Beinen davongetragen – es besteht akute Lebensgefahr! Allerdings gestaltet sich die Rettung des Patienten aus dem umgestürzten Lastwagen sehr schwierig: Erst muss die Windschutzscheibe entfernt werden, dann kann der Patient nach vorne aus dem Führerhaus befreit, zum Hubschrauber der DRF Luftrettung gebracht und eingeladen werden.

Nach kurzen Vorbereitungen startet Pilot Kempf den Mannheimer Rettungshubschrauber. Mit diesem wird der Lkw-Fahrer schnellstmöglich in die Unfallklinik Ludwigshafen geflogen, wo Spezialisten sofort nach der Übernahme mit der weiteren Versorgung der lebensbedrohlichen Verletzungen beginnen.

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