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06.12.2017 | News-Bericht

Schwerverletzt nach Frontalkollision

  • Zu einem schweren Verkehrsunfall wurde die Hallenser Besatzung der DRF Luftrettung Ende November alarmiert. Eine ältere Frau hatte schwere Verletzungen erlitten und musste umgehend in eine Spezialklinik geflogen werden. Symbolbild.
    Zu einem schweren Verkehrsunfall wurde die Hallenser Besatzung der DRF Luftrettung Ende November alarmiert. Eine ältere Frau hatte schwere Verletzungen erlitten und musste umgehend in eine Spezialklinik geflogen werden. Symbolbild.

Es ist Mittagszeit, als auf der Hallenser Station der DRF Luftrettung die Alarmierung erfolgt: Auf der Landstraße 183a sind zwei Autos nahe des nordsächsischen Ortes Reibitz frontal miteinander kollidiert. Vier Personen wurden dabei verletzt, eine 68-jährige Frau schwer. Als Verstärkung für die Rettungswagen und den bodengebundenen Notarzt fordert die Leitstelle parallel Christoph Halle an.

Kurz darauf ist der rot-weiße Hubschrauber in der Luft. An Bord befinden sich Pilot Norbert Ebbighausen, Hubschraubernotarzt Dr. Uwe Schmeier und Notfallsanitäterin Bernadette Marzotko. Nach einem knapp zehnminütigen Flug erreicht die Crew schon den Unfallort, an dem der bodengebundene Notarzt und Rettungswagen-Teams bereits die Verletzten versorgen. Sogleich landet Norbert Ebbighausen die rot-weiße BK 117 der DRF Luftrettung auf der abgesperrten Fahrbahn. Direkt nach dem Aufsetzen steigen Dr. Schmeier und Marzotko aus der Maschine, eilen zur Einsatzstelle. „Wir übernahmen sofort die Versorgung der schwerverletzten 68-Jährigen, die wir bei unserer Ankunft im Rettungswagen antrafen. Sie war zu dem Zeitpunkt kaum noch ansprechbar“, schildert Notfallsanitäterin Marzotko. Der Zustand der Frau habe sich als überaus ernst dargestellt: „Sie hatte sich mehrere lebensgefährliche Verletzungen zugezogen. Denn sie erlitt bei dem Aufprall nicht nur Brüche des rechten Ober- und Unterarms, sondern unter anderem auch ein Rippen-Thoraxtrauma. Zudem vermuteten wir bei ihr eine Beckenfraktur, Hals-Wirbelsäulen-Verletzungen und ein stumpfes Trauma des Oberschenkels.“

Um die instabile Hüftregion der Patientin ruhig zu stellen, verwendet das medizinische Team von Christoph Halle eine gurtartige Beckenschlinge. Für die Fixierung der Halswirbelsäule kommt die Vakuummatratze des Hubschraubers zum Einsatz. Mittels dieses formbaren, mit kleinen Kunststoffkügelchen gefüllten, Schienmaterials ist die Fahrzeuginsassin nun für einen schonenden Transport bestens vorbereitet. Während die anderen drei Unfallopfer per Rettungswagen in umliegende Kliniken gefahren werden können, muss die 68-Jährige aufgrund ihrer schweren Verletzungen mit dem Hubschrauber zum Universitätsklinikum Halle/Saale geflogen werden. Als sie nach einer weiteren Medikamentenvergabe stabil genug für den Flug ist, laden Ebbighausen, Schmeier und Marzotko die schwerverletzte Frau ein.

Erneut startet Norbert Ebbighausen die Triebwerke der BK 117, und die Crew macht sich in der Maschine zügig auf den Weg zur Uniklinik in der Großstadt an der Saale. Nach nur 13 Minuten kommt die Besatzung dort an und bringt die 68-jährige Patientin für die dringend benötigte weitere Versorgung in die Notaufnahme. „Die Frau hatte großes Glück“, hält Bernadette Marzotko abschließend fest, „dass sie nicht in dem Wagen eingeklemmt wurde und dadurch schnellstmöglich unsere Hilfe erhalten konnte.“

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