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16.05.2017 | News-Bericht

Schwierige Rettung nach Leitersturz

  • Ein Transport des Verletzten über die Treppe war nicht möglich, daher kam die Feuerwehr zu Hilfe und setzte ihre Drehleiter ein.
    Ein Transport des Verletzten über die Treppe war nicht möglich, daher kam die Feuerwehr zu Hilfe und setzte ihre Drehleiter ein.

Gerade hatte die Leiter noch fest gestanden, doch dann rutschte sie plötzlich weg und der ältere Mann, der gerade noch auf ihr gearbeitet hatte, stürzte rücklings nach unten. Er schlug mit dem Kopf hart auf dem Boden und mit dem Rücken auf der Leiter auf. Es war klar, dass er sofort notärztliche Hilfe benötigte, daher setzten Unfallzeugen sofort einen Notruf ab.

Wenig später waren die bodengebundenen Rettungskräfte vor Ort. Die Versorgung des Verletzten gestaltete sich schwierig, da er im ersten Stock eines Rohbaus gestürzt war, in dem es nur ein sehr enges Treppenhaus ohne Geländer gab. Um den Patienten trotzdem so schnell und schonend wie möglich abtransportieren zu können, rückte zusätzlich die örtliche Feuerwehr mit ihrer Drehleiter an.

Die Besatzung von Christoph Regensburg erreichte die Alarmierung kurz vor zwei Uhr am Nachmittag als dritte des Tages. Pilot Georg Fuhrmann, Notarzt Markus Zimmermann und Rettungsassistent Florian Zweckerl waren gerade auf dem Rückweg von München und ganz in der Nähe, als die Leitstelle sie anfunkte und nach Sandelzhausen rief. Auch für die rot-weißen Luftretter hatte der Einsatz eine besondere Herausforderung parat, erzählt Georg Fuhrmann: „Da die Straßen in dem Neubaugebiet noch nicht kartiert waren, konnten wir unsere GPS-Navigation nicht in der gewohnten Weise einsetzen. Wir konnten aber den Rettungswagen sehen und so die Einsatzstelle dennoch problemlos anfliegen."

Hubschraubernotarzt und Rettungsassistent untersuchten den Patienten eingehend und stabilisierten ihn für den Transport zum Hubschrauber. Die Kopfverletzungen waren so schwer, dass Lebensgefahr drohte und der Verletzte umgehend in einem Traumazentrum versorgt werden musste. So fuhren die Feuerwehrleute ihre Drehleiter aus und richteten sie an den Balkon des Rohbaus. Über diesen Weg konnte der Patient sicher und schonend nach unten gebracht werden. Nachdem er an Bord von Christoph Regensburg gesichert worden war, ließ der Pilot die Triebwerke an und nahm Kurs auf das Krankenhaus Barmherzige Brüder in Regensburg. Die Besatzung übergab den Patienten zur weiteren Versorgung an das Schockraumteam und kehrte an die Station zurück.

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