20.05.2019 | News-Bericht

Sechsjährige erleidet schwere Kopfverletzungen

  • Schnelle Hilfe aus der Luft für eine junge Radfahrerin brachte kürztlich Christoph 64 der DRF Luftrettung aus Angermünde. Symbolbild.
    Schnelle Hilfe aus der Luft für eine junge Radfahrerin brachte kürztlich Christoph 64 der DRF Luftrettung aus Angermünde. Symbolbild.

Herrliches Frühsommerwetter, eine große Spielwiese auf einem Hotelgelände, Kinderjuchzen, zufriedene Eltern. Doch plötzlich fährt ein Mädchen völlig unvermittelt aus einem angrenzenden Waldweg auf eine Straße – und wird tragischerweise von einem Auto frontal erfasst, wie die Polizei berichtet. Das sechsjährige Kind wird dabei schwerstverletzt, erleidet, wie sich später herausstellt, eine lebensgefährliche Mehrfachverletzung (ein sogenanntes Polytrauma), unter anderem ein schweres Schädel-Hirn-Trauma.

Die Besatzung von Christoph 64 ist zu diesem Zeitpunkt noch bei einer Patientenübergabe in einem Klinikum in Berlin. Doch der bodengebundene Notarzt, der von der Rettungsleitstelle nebst Rettungswagen und Polizei zunächst zur Unfallstelle gerufen worden ist, erkennt, dass die Sechsjährige aufgrund der Schwere der Verletzungen schnellstmöglich in ein Krankenhaus der Maximalversorgung mit Neurochirurgie- und Kinderabteilung gebracht werden muss! Deswegen alarmiert die Leitstelle Nord-Ost das Team der DRF Luftrettung, das in Angermünde beheimatet ist. Die Angermünder Crew – Pilot Björn Langner, Notarzt Dr. Henning Blaich und Notfallsanitäter Christian Barth – beendet die Patientenübergabe in Berlin, macht die Maschine startklar und nimmt sofort Kurs auf den Einsatzort.

Dort angekommen erkennt Pilot Langner, dass eine Landung unmittelbar am Ort des Geschehens nicht möglich ist: „Die Einsatzstelle lag auf einer Straße im Wald. Zwischen den Bäumen gab es keinen ausreichenden freien Raum“, so Björn Langner später. Deswegen verabreden die Luftretter sich per Funk mit dem bodengebundenen Rettungsdienst zu einem „Rendezvous“ an dem nahegelegenen Hotel, da die große Spielwiese dort genug Platz für die Landung bietet. Die Polizei räumt und sperrt die Wiese daraufhin rasch und das Team aus Angermünde kann sicher heruntergehen.

Sofort nach dem Aufsetzen versorgt die medizinische Crew von Christoph 64 das Mädchen. Es reagiert nicht mehr adäquat. Wegen der schweren Kopfverletzungen, die durch das Tragen eines Helms womöglich hätten gemindert werden können, wird das Kind intubiert und beatmet. Zudem untersucht Hubschraubernotarzt Dr. Henning Blaich es mit dem mobilen Ultraschallgerät des Hubschraubers, um innere Verletzungen ausschließen zu können. Danach wird die sechsjährige Radfahrerin in den Rettungshubschrauber umgeladen und in nur 16 Minuten ins Klinikum Buch in der Bundeshauptstadt gebracht.

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