04.02.2015 | News-Bericht

Simulator-Training in Villingen-Schwenningen

Der Patient klagt über Schmerzen. Das Röcheln beim Luftholen verstärkt sich, ein Gerät meldet, dass die Sauerstoffsättigung seines Blutes sinkt. Versagt seine Atmung? Droht Lebensgefahr? Die Mitarbeiter des Rettungswagens, die als erste beim Patienten waren, beschreiben der Hubschrauberbesatzung seinen Zustand bei ihrem Eintreffen und teilen alle weiteren Informationen, die zu dem Mann vorliegen. Alle arbeiten konzentriert. Eine realistische Szene, die doch nicht echt ist. Denn sie spielt sich bei einem Simulatortraining an der Luftrettungsstation in Villingen-Schwenningen ab. 20 Teilnehmer üben zusammen mit einem Trainerteam an mobilen High-Tech-Puppen. Eine besondere Herausforderung im Alltag der Hubschrauberbesatzungen sei, so Dr. Sabine Merz, Hubschrauberärztin an der Station und Organisatorin des Trainings, die Kommunikation im Team und mit Mitarbeitern des bodengebundenen Rettungsdiensts. „Es ist sehr wichtig, eine gemeinsame Sprache zu sprechen“, erklärt die Anästhesistin. „Was sehe ich, welche Richtung schlage ich ein, welche Schritte unternehme ich als nächste? Im Einsatz muss ich klar und verständlich kommunizieren, damit keine möglicherweise lebenswichtige Information verloren geht.“ Auch die Einübung von Verfahren, sogenannten Algorithmen, ist wichtig, um Missverständnisse zu vermeiden. Im Zentrum der Übungsblöcke, an denen je zwei Mitarbeiter des Hubschraubers und zwei des bodengebundenen Rettungsdiensts teilnehmen, steht neben der Kommunikation das Thema „Sicherung des Atemwegs“: Wann muss intubiert werden, welche Alternative gibt es, wenn dies nicht möglich ist? Die Übungssequenzen werden auf Video aufgezeichnet und in der Gruppe zusammen mit den Supervisoren ausgewertet. Dr. Merz fasst das Fazit der Teilnehmer zusammen: „Das Feedback war durchgehend positiv. Dank der Videoaufzeichnung konnten wir sehr deutlich sehen, an welchen Stellen die Kommunikation noch verbessert werden kann. Schön war für alle Kollegen auch die Möglichkeit, untereinander Erfahrungen auszutauschen.“ Möglich wurde das Training dank einer Spende von 8.000,- Euro, die die Station im vergangenen Jahr von Heinz Gillner anlässlich seines 80. Geburtstags erhalten hatte. Alle Teilnehmer sagen nochmals „Herzlichen Dank!“ an den Spender.

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