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16.01.2018 | News-Bericht

Simulatortrainings der Stationen Göttingen und Hannover

  • In der täuschend echt gestalteter Umgebung im SiTZ des DRK und mit einer Puppe, die spricht, üben Besatzungsmitglieder von Christoph Niedersachsen und Christoph 44 den Ernstfall.
    In der täuschend echt gestalteter Umgebung im SiTZ des DRK und mit einer Puppe, die spricht, üben Besatzungsmitglieder von Christoph Niedersachsen und Christoph 44 den Ernstfall.
  • Mit den hochmodernen Simulatorpuppen können die Trainingsleiter eine Reihe von Krankheiten und Verletzungen darstellen.
    Mit den hochmodernen Simulatorpuppen können die Trainingsleiter eine Reihe von Krankheiten und Verletzungen darstellen.

Gespannt sitzen Ärzte und Rettungsassistenten der Stationen Hannover und Göttingen der DRF Luftrettung vor Bildschirmen und beobachten ihre Kollegen. Diese sind gerade dabei, in einer engen und dunklen Baugrube einen Verletzten zu versorgen. Er klagt über Schmerzen und seine Helfer diskutieren, wie sie ihn am besten aus der Grube bringen können.

Dass die Umgebung dabei Kulisse ist und der „Patient“ eine hochmoderne Simulatorpuppe, tritt dabei überraschend schnell in den Hintergrund, berichtet Jörg Reese, der als Notfallsanitäter auf Christoph Niedersachsen fliegt und beim Simulatortraining dabei war: „Am Anfang nimmt man die Puppe noch als solche wahr, aber dann konzentriert man sich sehr schnell auf die Aufgabe selbst. Die Szenarien sind so anspruchsvoll aufgebaut, dass alle Teilnehmer mit all ihrem professionellen Wissen und ihrer Erfahrung gefordert sind. Zudem wissen wir ja, dass gefilmt wird und die Kollegen vor den Bildschirmen zuschauen.“

„Ein zentrales Ziel der Simulatortrainings, die wir an allen Stationen regelmäßig durchführen, ist es, die Kommunikation und die Zusammenarbeit im Team zu fördern“, erklärt Dr. Marcus Rudolph, Leiter der medizinischen Aus- und Weiterbildung bei der DRF Luftrettung. „Wie gut höre ich dem anderen zu? Bleibe ich offen in meiner Wahrnehmung oder entwickele ich einen Tunnelblick auf die zunächst plausibelste, aber vielleicht falsche Diagnose? Wie funktionieren die Absprachen im Team? Dies sind einige der Fragen, die wir nach den Übungen in der Runde besprechen und nachbereiten. Alle lernen dabei sowohl durch die eigenen Erfahrungen, als auch durch die der anderen.“

Insgesamt 24 Kolleginnen und Kollegen der beiden Stationen nahmen an den beiden Trainingstagen im Dezember teil. Der Ort der gestellten Notfallszenarien war, anders als bei vorangegangenen Fortbildungen, aber ein neuer: Die Teams waren zum ersten Mal im SiTZ, dem Simulations- und Trainingszentrum des DRK in Hannover, zu Gast. In den großen Hallen können nicht nur schwierige Einsatzbedingungen täuschend echt nachgestellt werden, sondern es lassen sich auch Geräusche, wie beispielsweise lautes Regenprasseln, einspielen. „Das mag auf den ersten Blick unnötig erscheinen, aber bei der Arbeit am Notfallort geht es tatsächlich viel um Kommunikation“, erläutert Dr. Rudolph. „Daher ist es sinnvoll und sehr realistisch, Absprachen besonders für Situationen zu trainieren, in denen es laut ist, z. B. durch Wind und Regen. Die durchweg positiven Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben uns gezeigt, dass sowohl die behandelten Themen als auch das Umfeld der Fortbildung gestimmt haben. Herzlichen Dank an das DRK dafür, dass wir in seinem Trainingszentrum zu Gast sein durften.“

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