02.09.2018 | News-Bericht

Sonografie am Unfallort: Frau von massivem Holzstück überrollt

  • Nach einem Unfall bei Holzarbeiten kommt das Sonografie-Gerät zum Einsatz.
    Nach einem Unfall bei Holzarbeiten kommt das Sonografie-Gerät zum Einsatz.

Auf einem Hof in einer kleinen Gemeinde im Schwarzwald: Knackende Äste, laute Schläge – hier sind Holzarbeiten in vollem Gange. Plötzlich kullert ein massives Holzstück im abschüssigen Gelände hinab und überrollt eine Frau, die sich gerade am Fuß des Hügels befindet. Von dem ein Meter langen Gegenstand hart getroffen, erleidet die 61-Jährige Verletzungen am Brustkorb und an den Beinen. „Das Gewicht eines solchen Stammes ist enorm“, erklärt Raimund Kosa. Der Notfallsanitäter von Christoph 43 aus Karlsruhe wurde mit seinen Kollegen, Pilot Volker Buchmann und Notarzt Dr. Jochen Epple, angefordert, um der verletzten Frau Hilfe zu leisten.

Als die Besatzung den Einsatzort erreicht, zeigt sich gleich, dass die Landung des Hubschraubers mit besonderer Vorsicht erfolgen muss. „Telefon- und Stromleitungen überspannten mögliche Landeplätze. Zudem waren manche Hänge zum Aufsetzen einfach zu steil. Wir mussten erst einmal die Einsatzstelle umkreisen und gucken, wo wir dort überhaupt runter konnten“, beschreibt Notfallsanitäter Kosa das für Christoph 43 schwer zugängliche Gelände. Schnell findet das Team eine geeignete Stelle und landet sicher in der Nähe des Einsatzortes. Dort steigen Jochen Epple und Raimund Kosa aus und laufen eiligst zu der Verunglückten. Bei dieser ist inzwischen bereits ein Rettungswagen eingetroffen. „Dessen Besatzung hatte die Patientin hervorragend vorversorgt. So konnten wir sie direkt übernehmen und stabilisieren“, erläutert der Notfallsanitäter. Mit dem Sonografie-Gerät untersuchen Notarzt und Notfallsanitäter die Verletzte jetzt. Wenn sie innere Blutungen feststellen sollten, muss die Besatzung sofort die richtigen medizinischen Maßnahmen ergreifen und ein passendes Zielklinikum für die Frau auswählen. Erleichtert stellen sie fest, dass sich die 61-Jährige nicht so schwer verletzt hat, wie es das Meldebild zuvor vermuten ließ: „Sie hatte wahnsinniges Glück. Sie war nicht in einem kritischen Zustand.“ Dank dieser Untersuchung, können die Luftretter ihre Maßnahmen optimal auf den Zustand der Patientin anpassen. Das rettet im Ernstfall Menschenleben.

Auf dem Luftweg bringen Buchmann, Kosa und Epple die 61-Jährige nun zum Ortenau Klinikum nach Offenburg. Nach rund zehn Minuten trifft die Crew dort ein und übergibt den bereitstehenden Ärzten die Verunglückte für die weitere medizinische Versorgung.

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