25.06.2019 | News-Bericht

Spiritus löst Verpuffung am Grill aus

  • Seit Jahresbeginn im Einsatz in der Region, auch nachts: Christoph 62. Symbolbild.
    Seit Jahresbeginn im Einsatz in der Region, auch nachts: Christoph 62. Symbolbild.

Wochenende, herrliches Sommerwetter, ein milder Abend: perfekt fürs Grillen im Garten! Leider passieren bei dieser beliebten Freizeitbeschäftigung an der frischen Luft immer wieder tragische Unfälle.

So auch am vergangenen Samstagabend, als die Dämmerung bereits einsetzt: In Wittichenau versucht jemand, einen erloschenen Grill abermals anzuzünden – fatalerweise mit Spiritus! Da der Grill noch heiß ist, kommt es mit dem hoch entzündlichen Alkohol zu einer Verpuffung, bei dem eine 51-jährige Frau, die in der Nähe des Grills sitzt, schwerste Verbrennungen erleidet.

Die Rettungsleitstelle schickt nach einem entsprechenden Notruf deshalb nicht nur einen bodengebundenen Notarzt sowie den örtlichen Rettungswagen zum Unglücksort, sondern alarmiert zudem das Team der DRF Luftrettung in Bautzen: Schwere Brandverletzungen erfordern die medizinische Behandlung in einem speziellen  Schwerbrandverletztenzentrum, das in diesem Fall jedoch in Leipzig und damit sehr weit entfernt liegt vom ostsächsischen Wittichenau. Christoph 62 ist deswegen als schnellstes auch das geeignetste Rettungsmittel, um die Verbrannte so rasch als möglich nach Leipzig zu bringen. Zudem stellt die inzwischen über Ostsachsen hereinbrechende Nacht kein Problem dar: Die in Bautzen stationierte H 145 der DRF Luftrettung ist rund um die Uhr einsetzbar, auch in Dunkelheit.

Unverzüglich starten die Piloten Pascal Roth und Jonas Morawa mit ihren Kollegen, dem Hubschraubernotarzt Dr. Christoph Gliniorz und dem Notfallsanitäter Milan Trexler. Als Christoph 62 nur Minuten darauf an der Einsatzstelle ankommt, ist auch die örtliche Feuerwehr zur Unterstützung eingetroffen und leuchtet einen Fußballplatz in der Nähe zum Unglücksort als Landeplatz aus. Während die Piloten Roth und Morawa landen, kommt außerdem der Rettungswagen an, der die 51-Jährige das kurze Stück von ihrem Haus zum Hubschrauber gefahren hat.

Nach schneller Versorgung der schweren Brandwunden am Landeplatz durch Hubschraubernotarzt Gliniorz und Notfallsanitäter Trexler wird die Patientin rasch in den Hubschrauber eingeladen, und die Bautzener Luftretter starten wieder. Unter ständiger Überwachung wird das Verbrennungsopfer direkt nach Leipzig in das Brandverletztenzentrum am Klinikum St. Georg gebracht. Dort übernehmen die Klinikärzte sofort die weitere Behandlung der schweren Verwundungen.

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