25.03.2019 | News-Bericht

Station Freiburg übt Rettung von Lawinenopfern

  • Erfolgreiche Lawinenübung unser Station Freiburg mit der Bergwacht Schwarzwald und der Landespolizeistaffel am Feldberg. Foto: DRF Luftrettung / Seeger
  • Bei Lawinenunglücken geht es oft um jede Sekunde. Foto: DRF Luftrettung / Seeger
  • Die Retter hatten vorab nur wenige Informationen, z.B. über die Anzahl der Verschütteten erhalten. Foto: DRF Luftrettung / Seeger
  • Hand in Hand durchliefen die Retter alle Abläufe, die für die Bergung von Lawinenopfer nötig sind. Foto: DRF Luftrettung / Seeger
  • Unser rot-weißer Hubschrauber unterstützte die Bergwacht gemeinsam mit dem Polizeihubschrauber aus der Luft. Foto: DRF Luftrettung / Seeger

Lawinen sind eine unberechenbare Naturgewalt: Lösen sich die Schneemassen am Berg, gilt Gefahr für Leib und Leben. Jede Sekunde zählt, um Lawinenopfer lebend zu bergen, denn wird ein Verschütteter innerhalb von 15 Minuten aus den Schneemassen befreit, sind seine Überlebenschancen am höchsten.

Am vergangenen Samstag hat die Besatzung unserer Station in Freiburg an der Lawinenübung der Bergwacht Schwarzwald teilgenommen. Vor Ort am Feldberg war außerdem die Landespolizeistaffel. Feldbergs Bürgermeister Johannes Albrecht, Polizeipräsident Bernhard Rotzinger, der Leiter des Reviers Titisee-Neustadt, Clemens Winkler, sowie die Kreisbrandmeister der umliegenden Landkreise und Vertreter des DRK beobachteten die Übung am Boden. Um unter möglichst realen Bedingungen zu trainieren, hatten die Retter vorab keinerlei Informationen zur Anzahl der Verschütteten und dem geplanten Zeitpunkt der Alarmierung erhalten. Gegen 13.30 Uhr dann wurde die Besatzung von Christoph 54 gerufen.

Acht Menschen mussten bei der Übung aus einer Lawine im Zastler Loch geborgen werden.

Im Fokus der Übung stand der Transport der Rettungskräfte zum Unglücksort. Hand in Hand durchliefen sie alle Abläufe, die für die Bergung von Lawinenopfer nötig sind: Unser rot-weißer Hubschrauber unterstützte die Bergwacht gemeinsam mit dem Polizeihubschrauber aus der Luft. Auf dem Weg nahm unsere Besatzung noch einen Hundeführer mit seinem Lawinensuchhund auf, der die Suche nach den Lawinenopfern unterstützte. Gleichzeitig brachte Polizeihubschrauber nach und nach die Bergretter zum Lawinenfeld. Vor Ort wurden auch die Windenrettung und der Einsatz von Lawinenverschüttetensuchgeräten (LVS) geübt. „Übungen wie diese sind wichtig, damit im Ernstfall alle erforderlichen Schritte routiniert ablaufen, indem jedes Rädchen reibungslos in das andere greift. Nur so können wir gewährleisten, dass die Opfer schnellstmöglich Hilfe erhalten – und ihre Überlebenschancen entsprechend hoch sind“, so Oliver Barth, Pilot und Stationsleiter von Christoph 54, der die Übung heute vom Boden aus beobachtet hat. Am Nachmittag ist es schließlich geschafft: Alle Opfer sind geborgen und werden versorgt. Unser Hubschrauber fliegt den kurzen Weg zurück nach Freiburg.

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