06.12.2018 | News-Bericht

Station Villingen-Schwenningen bekommt „Weihnachtsbesuch“

  • Besuch bei Christoph 11 der DRF Luftrettung.
    Besuch bei Christoph 11 der DRF Luftrettung.

Über ein etwas verfrühtes, aber dafür ganz besonderes Weihnachtsgeschenk konnte sich die Crew der DRF Luftrettung aus Villingen-Schwenningen gerade freuen: Florian stattete dem Team mit seiner Familie einen Besuch auf der Station ab. Der Elfjährige folgte damit einer Einladung der Besatzung von Christoph 11, war er doch für diese kein Unbekannter. Es ist noch gar nicht so lange her, da kamen Pilot Roy Fleischer und seine Kollegen dem Jungen zu Hilfe, als der sich in einer Notlage befand.

Am 30. September, einem Sonntag, schrillten auf der Station in Villingen-Schwenningen die Rufmeldeempfänger. Pilot Fleischer, Hubschraubernotarzt Dr. Joachim Kessel und Notfallsanitäter Benjamin Lehmann wurden von der Leitstelle zu einem Unfall bei Albstadt gerufen. Dessen Opfer war, wie sich bald darauf herausstellte, der elfjährige Florian. Er stürzte damals mit seinem Fahrrad und klagte anschließend über starke Schmerzen am Becken. Der bodengebundene Rettungsdienst kam alsbald und kümmerte sich um den Jungen. Doch sofort war den Kräften klar, dass sich das Kind womöglich eine Beckenfraktur zugezogen hatte, daher rasch und schonend zur Weiterbehandlung in ein geeignetes Krankenhaus gebracht werden müsste. Deshalb forderten sie den rot-weißen Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung nach, als schnellstmögliches Transportmittel.

Umgehend machten sich Fleischer, Kessel und Lehmann auf den Weg Richtung Albstadt. Kurz darauf kamen sie über der Einsatzstelle an, und Fleischer landete die Maschine in unmittelbarer Nähe zu dem unglücklichen Radler. „Unser medizinisches Team hat dann den jungen Mann im Rettungswagen übernommen und nach einer Untersuchung beschlossen, dass wir Florian in einer Vakuummatratze mit dem Hubschrauber nach Tübingen in die Uniklinik transportieren“, schildert Roy Fleischer den Einsatzablauf an jenem Tag. Durch dieses spezielle Schienmaterial wird der Körper fest umschlossen und fixiert. „Unser Notarzt Joachim Kessel versorgte den Patienten zudem mit Schmerzmitteln und überwachte seinen Kreislauf“, erläutert Fleischer.

Wenig später startete der Pilot wieder die Triebwerke der rot-weißen H 145, und Christoph 11 hob mit dem Verletzten an Bord vom Unfallort ab. „Aufgrund des Alters von Florian haben wir auch seine Mutter mitgenommen“, erinnert sich der Pilot. Sowohl medizinisch als auch moralisch erhielt der junge Fahrradfahrer so optimale Unterstützung. Bereits nach acht Minuten erreichten die Luftretter das Universitätsklinikum in Tübingen und übergaben das Kind an das Ärzteteam, das die weitere Untersuchung und Behandlung übernahm. „Da kam dann im Nachhinein heraus, dass das Becken zwar stark geprellt, jedoch glücklicherweise nicht gebrochen war“, führt Roy Fleischer aus. Eine große Erleichterung für Florian, seine Familie – und auch für die Besatzung von Christoph 11.

Knapp zwei Wochen später durften sich der Pilot und seine Crewkollegen plötzlich über ein „ganz nettes Dankschreiben“ des ehemaligen Patienten freuen, wie Fleischer berichtet. Daraufhin entschloss sich das Team, den Radler und dessen Familie zu einem Besuch auf die Station der DRF Luftrettung in Villlingen-Schwenningen einzuladen. Als die Besatzung das Kind schließlich wiedersah, konnte sie feststellen, dass der Unfall erfreulicherweise keine schlimmen Folgen für Florian gehabt hatte, auch dank des raschen Einsatzes von Christoph 11. Der Elfjährige, der den Tag mit den Luftrettern in vorweihnachtlicher Stimmung genoss, sei komplett wohlauf und unternehmungslustig, erzählt Pilot Roy Fleischer glücklich: „Ihm geht es wieder vollkommen gut, und er konnte nach wenigen Wochen bereits wieder auf sein Fahrrad steigen.“

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