09.10.2018 | News-Bericht

Stauende auf der Autobahn 14 übersehen

  • Der in Magdeburg stationierte Hubschrauber Christoph 36 der DRF Luftrettung wird häufig zu schweren Autobahnunfällen alarmiert. Symbolbild.
    Der in Magdeburg stationierte Hubschrauber Christoph 36 der DRF Luftrettung wird häufig zu schweren Autobahnunfällen alarmiert. Symbolbild.

Die Teams der DRF Luftrettung werden immer wieder zu Verkehrsunfällen alarmiert, bei denen sich ein Stau auf der Autobahn gebildet hat und dies von nachfolgenden Fahrern nicht oder zu spät erkannt wird.

Ein solcher schwerer Auffahrunfall war in der Vorwoche der Grund für einen Einsatz von Christoph 36 aus Magdeburg auf der nahen Autobahn 14. Bei deren Abfahrt Stadtfeld musste ein Lkw wegen eines Stauendes vor ihm bremsen. Der Fahrer eines nachfolgenden Pkw übersah dies und fuhr auf. Die beiden Insassen wurden beim Aufprall verletzt. Die Leitstelle beorderte daraufhin die Polizei, Feuerwehr sowie zwei Rettungswagen zum Unfallort. Und als schnellster Notarztzubringer bekam zudem Christoph 36 den Auftrag, auf die A 14 zu fliegen.

Sofort nach der Alarmierung starteten Pilot Marco Cramme, Notarzt Dr. Jens Voß und Notfallsanitäter Falk Diefert. Gerade einmal acht Minuten später kamen die Luftretter aus der Landeshauptstadt auf der A 14 an.

„Bei unserem Eintreffen wurde der Fahrer des Pkw bereits in einem Rettungswagen versorgt, während seine leichtverletzte Beifahrerin sich noch im Unfallfahrzeug befand“, berichtet Pilot Cramme.

Jens Voß begann unmittelbar nach der Landung, den 80-jährigen Mann im Rettungswagen eingehend zu untersuchen. Dabei stellte der Hubschraubernotarzt der DRF Luftrettung fest, dass der Patient „verwaschen“ sprach und auch eine deutlich verlangsamte Motorik aufwies. Die Vermutung des Mediziners: Der Mann hatte einen Schlaganfall erlitten und möglicherweise ebenso ein Schädel-Hirn-Trauma. Zudem waren Schmerzen in beiden Schultern, ein stumpfes Thoraxtrauma und ein Trauma im Bauchraum weitere Unfallfolgen.

Die medizinische Besatzung von Christoph 36 stabilisierte den Verunglückten daraufhin mittels Infusionen und versorgte ihn mit Schmerzmitteln. Anschließend wurde der Autofahrer auf eine Vakuummatratze gebettet. Dieses Hilfsmittel sorgt dafür, dass der Patient während des Transportes zum Krankenhaus immobilisiert ist und durch Erschütterungen keinerlei möglicherweise beschädigte Knochen verschoben werden können.

Aufgrund der sehr kurzen Distanz zwischen der Unfallstelle und dem Städtischen Klinikum Magdeburg begleitete Notarzt Voß den 80-Jährigen dann im Rettungswagen bis dorthin. Pilot Marco Cramme und Notfallsanitäter Falk Diefert nahmen ihren Kollegen im Anschluss wieder auf, und Christoph 36 war erneut einsatzbereit für die nächsten Anforderungen des Tages.

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