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20.04.2017 | News-Bericht

Sturz auf einem Schiff

  • Nahe der Europabrücke über den Rhein an der deutsch-französischen Grenze stürzt ein Mann auf einem Ausflugsboot. Die Karlsruher Luftretter sind kurze Zeit später vor Ort und transportieren den Patienten schnellstmöglich in das nahegelegene Straßburger Universitätsklinikum.
    Nahe der Europabrücke über den Rhein an der deutsch-französischen Grenze stürzt ein Mann auf einem Ausflugsboot. Die Karlsruher Luftretter sind kurze Zeit später vor Ort und transportieren den Patienten schnellstmöglich in das nahegelegene Straßburger Universitätsklinikum.

Eine Schifffahrt auf dem Rhein gehört für viele Touristen zu einem Deutschlandbesuch dazu. Auch für einen US-Amerikaner und seine Frau, die in einer Reisegruppe unterwegs waren, stand eine Flussfahrt entlang der deutsch-französischen Grenze auf dem Programm. Das Wetter spielte mit, der Rhein zog geruhsam dahin.

An der Anlegestelle nahe der Europabrücke in Kehl liegen die Ausflugsboote vor Anker. Die Gäste gehen an Bord, ein Teil aufs obere Deck, ein Teil bleibt unten. Für den 75-Jährigen steht fest, dass es nach oben gehen soll. Beim Wechseln des Schiffsdecks kommt er auf der Treppe plötzlich ins Straucheln und stürzt. Mehrere Stufen fällt er hinunter und verletzt sich dabei am Kopf. Seine Verletzungen sind so schwer, dass sofort der Notarzt gerufen wird. Als der bodengebundene Notarzt eintrifft und die Schwere der Verletzung feststellt, alarmiert er sofort einen Rettungshubschrauber nach. „Der Patient hatte durch den Sturz ein lebensbedrohliches Schädel-Hirn-Trauma erlitten und musste schnellstmöglich in ein geeignetes Klinikum transportiert werden“, erklärt Marcus Sandrock, Notfallsanitäter der DRF Luftrettung.

Wenige Minuten nach der Alarmierung ist Christoph 43, der Karlsruher Hubschrauber der DRF Luftrettung, bereits vor Ort und gemeinsam beginnen Notarzt und Notfallsanitäter die medizinische Betreuung des Patienten zu übernehmen. Der Patient war bereits in Narkose versetzt, künstlich beatmet und für den Transport vorbereitet.  Der Kopf wurde zusätzlich mit einer Halskrause stabilisiert, um Bewegungen zu unterbinden. „Bei einem schweren Schädel-Hirn-Trauma ist ein schonender Transport unabdingbar“, erklärt der erfahrene Notfallsanitäter.

So kann der 75-Jährige bereits nach wenigen Augenblicken in den Hubschrauber gebracht und anschließend in das geeignete Krankenhaus transportiert werden. Das am nächsten gelegene Klinikum liegt im Nachbarland Frankreich. Das Universitätsklinikum Hôpital de Hautepierre in Straßburg ist für solche Fälle optimal ausgestattet und, was in dem Moment noch wichtiger ist, es liegt ganz in der Nähe. Transporte in eine Klinik nach Frankreich – vorrangig nach Straßburg – sind kein Einzelfall, wie Marcus Sandrock erklärt: „Kehl und Straßburg trennt nur die Europabrücke über den Rhein. Aufgrund der Grenznähe fliegen wir mehrmals im Jahr Patienten in das Universitätsklinikum nach Straßburg, wenn es notwendig ist.“

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