15.02.2019 | News-Bericht

Sturz beim Eierverladen

  • Christoph 64 im Einsatz. Symbolbild. Quelle Daniel Stibitz.
    Christoph 64 im Einsatz. Symbolbild. Quelle Daniel Stibitz.

Es ist eigentlich schon fast Feierabend auf der Luftrettungsstation Angermünde. Noch 20 Minuten, dann beendet der Sonnenuntergang die reguläre Dienstzeit von Christoph 64, der bis zum Einbruch der Dunkelheit jeden Tag zur Stelle ist, wenn die Menschen der Region notfallmedizinische Versorgung benötigen. Doch plötzlich schrillen die Rufmeldeempfänger des Teams der DRF Luftrettung doch noch ein letztes Mal an diesem Tag: Ein Lkw-Fahrer hat sich offenbar schwer verletzt, braucht dringend Hilfe und einen Notarzt.

Der Feierabendkaffee bleibt auf dem Tisch der Luftrettungsstation stehen, sofort bereiten sich Pilot Björn Langner, Notärztin Katja Loske und Notfallsanitäter Eik Meißner für den Start vor und sind keine zwei Minuten darauf in der Luft mit ihrer rot-weißen EC 135. Es geht in Richtung der Gemeinde Nordwestuckermark. Auf einem dortigen Eierhof hat sich der Unglücksfall zugetragen.

Nach nur zehn Minuten Flugzeit kommt Christoph 64 an der Einsatzstelle an – als erstes Rettungsmittel. Denn der zeitgleich von der Leitstelle alarmierte örtliche Rettungswagen hat derweil noch Probleme, das entlegene Anwesen zu erreichen. Björn Langner landet den Hubschrauber unterdessen bereits auf einem Feld, direkt an der Einfahrt zum Eierhof.

Dort findet die Besatzung ein eigentümliches Bild vor: Im engen, umzäunten Hof stehen zwei Lkw, und es sind viele kaputte Eier zu sehen. Einer der Lastwagenfahrer wollte die auf Paletten gepackten Eier einladen. Doch dabei rollte ihm ein hierfür eingesetzter Hubwagen über den Fuß. Daraufhin verlor der 53-Jährige das Gleichgewicht und stürzte von der Ladebordwand seines Fahrzeugs, über die er die Eier in den Laderaum befördern wollte. Kollegen finden ihn wenig später, leisten Erste Hilfe und wählen den Notruf 112.

Der Sturz hat schwerwiegende Folgen: Wie Hubschraubernotärztin Katja Loske und Notfallsanitäter Eik Meißner bei ihrer sofort nach der Landung begonnenen Untersuchung des Patienten feststellen, hat der Lkw-Fahrer eine offene Fraktur des rechten Fußes, weitere Frakturen sowie Prellungen erlitten. Zudem können innere Verletzungen aufgrund des Unfallhergangs nicht ausgeschlossen werden.

Die Crew von Christoph 64 bereitet den 53-jährigen Mann rasch für den Flug vor und bringt den Mehrfachverletzten unverzüglich ins regionale Traumazentrum nach Eberswalde. Dort werden die Verletzungen weiterbehandelt und zusätzliche Untersuchungen durchgeführt. Die Crew von Christoph 64 kehrt währenddessen zur Station zurück.

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