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20.06.2017 | News-Bericht

Sturz von Aussichtspunkt

  • Notärztin und Bergretter wurden vor Ort zum Verletzen abgelassen. (Symbolbild)
    Notärztin und Bergretter wurden vor Ort zum Verletzen abgelassen. (Symbolbild)

Kurze Unachtsamkeit mit dramatischen Folgen: Ein Lehrer lehnt sich bei einem Schulausflug an den Ast eines Baumes. Dieser erweist sich als morsch, bricht und der Mann stürzt vor den Augen seiner entsetzten Schüler viele Meter in die Tiefe. Die Berufsschulklasse reagiert besonnen: Einige von ihnen betreuen den Verletzten, andere alarmieren den Rettungsdienst. Der Leitstellendisponent erkennt sofort, dass der Unfallort sehr schwer zu erreichen ist und alarmiert den Nürnberger Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung, der mit einer Winde ausgestattet ist.

In der Station von Christoph 27 schrillt der Alarm um 15.19 Uhr, keine zwei Minuten später sind Pilot Tilman Blaich, Notärztin Dr. Nicole Zederer und Notfallsanitäter Markus Lederer in der Luft und auf dem Weg nach Lauf. An der dortigen Bergwachtstation nimmt die Besatzung noch einen Bergretter an Bord, bevor es zum Kletter- und Wanderweg „Eibgrat“ geht, an dem sich der Unfall ereignet hat.

Pilot Tilman Blaich erzählt: „Wir waren die ersten Rettungskräfte vor Ort und setzten mit Hilfe der Rettungswinde unsere Notärztin und den Bergretter an der Unfallstelle ab. Sie begannen unverzüglich mit der Versorgung des Verletzten. Ich flog einen Zwischenlandeplatz an und wartete dort, über Funk ständig mit den Kollegen in Kontakt, das weitere Vorgehen ab.“

Hubschraubernotärztin und  Bergretter finden einen Patienten vor, der ansprechbar und gefasst war, aber aufgrund seiner schweren Verletzungen unter starken Schmerzen leidet. Er erhält Schmerzmittel und alles wird für den Abtransport aus dem Wald vorbereitet. Mittlerweile sind auch weitere Bergwachtmitarbeiter und die Besatzung eines Rettungswagens eingetroffen. Der Patient wird in den Bergesack des Hubschraubers gelegt, gesichert und mit vereinten Kräften über steile Leitern zum Aussichtspunkt hochgezogen, von dem er abgestürzt war.

Tilman Blaich ist mit Christoph 27 schon zur Stelle, der Windenführer weist ihn zentimetergenau ein und lässt die Winde nach unten ab. Dann werden Patient und Hubschraubernotärztin zur rot-weißen Maschine hochgezogen. Am Zwischenlandeplatz bringen die Luftretter den Verletzten ins Innere von Christoph 27. Dann geht es mit rund 250 Km/h ins Klinikum Nürnberg-Süd, das als regionales Traumazentrum optimal auf die Versorgung schwerverletzter Patienten vorbereitet ist.

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