15.04.2019 | News-Bericht

Team von Christoph Nürnberg versorgt 12-jähriges Unfallopfer

  • Eine hochmoderne H 145 ist als Christoph Nürnberg im Einsatz. Symbolbild.
    Eine hochmoderne H 145 ist als Christoph Nürnberg im Einsatz. Symbolbild.

Es ist ein sonniger und warmer Frühlingstag, als auf der Nürnberger Station der DRF Luftrettung die Rufmeldeempfänger schrillen. Verkehrsunfall auf einer Landstraße bei Kreßberg, so lautet die Alarmierung. Zwei Pkw sind dort frontal zusammengestoßen, mehrere Personen wurden eingeklemmt. Auch ein Kind befindet sich unter den Verunglückten. Neben Feuerwehr und anderen Rettungsmitteln entsendet die Leitstelle Christoph Nürnberg zu der Einsatzstelle im Landkreis Schwäbisch Hall. Denn die teils schwerverletzten Unfallopfer müssen auf schnellstem Wege in geeignete Kliniken gebracht werden.

Kurz darauf ist der Nürnberger Intensivtransporthubschrauber in der Luft. An Bord sind Pilot Wilhelm Pfitzinger, Notarzt Dr. Stefan Schmidt und Notfallsanitäter Alexander Schuricht. Für die Flugstrecke von 70 Kilometern benötigt die rot-weiße Maschine der DRF Luftrettung lediglich 17 Minuten. Wilhelm Pfitzinger landet auf einer Wiese direkt an der Unfallstelle, und das medizinische Team von Christoph Nürnberg eilt zu den Verletzten. Die Feuerwehr hat die in den Autowracks Eingeklemmten zuvor aus den Fahrzeugen befreien können. Ein 12-jähriger Junge, dessen Behandlung Stefan Schmidt und Alexander Schuricht übernehmen sollen, liegt somit bereits im Rettungswagen und wird von dessen Besatzung vorversorgt.

Der Unfall hatte für das Kind schlimme Folgen, denn dem 12-Jährigen geht es gar nicht gut. „Er hatte starke Schmerzen im Brustkorb durch den Anschnallgurt – sichtbare Prellmarken – und ein mehrfach gebrochenes Bein. Zunächst legte unser Notarzt einen Zugang, um dem Jungen etwas gegen die Schmerzen geben zu können. Zudem bekam er Sauerstoff. Dann lagerten wir unseren Patienten vorsichtig auf eine Vakuummatratze um“, schildert Alexander Schuricht. Durch jenes Schienmaterial wird der Körper des Unglücksopfers fest umschlossen und fixiert. Für den anstehenden Transport mit dem Hubschrauber legen der Notarzt und der Notfallsanitäter der DRF Luftrettung dem jungen Patienten zur Überwachung der Vitalfunktionen zudem ein Elektrokardiogramm (EKG), das die Aktivität des Herzens misst, sowie ein Pulsoxymeter an. Dieses ermittelt die Sauerstoffsättigung des Verunglückten. Außerdem messen sie engmaschig den Blutdruck des 12-Jährigen, alle fünf Minuten.

Nachdem der Junge nun von Stefan Schmidt und Alexander Schuricht stabilisiert wurde, laden die Nürnberger Luftretter ihren Patienten behutsam in die rot-weiße H 145 ein. „Nach telefonischer Rücksprache mit der Leitstelle und Anmeldung in der Klinik wurde uns das Uniklinikum Würzburg zugeteilt, in das wir kurze Zeit später aufbrachen“, berichtet Alexander Schuricht weiter. Dort angekommen, übergibt Stefan Schmidt den 12-jährigen Jungen dem weiterbehandelnden Team im Schockraum. Für die 24 Stunden einsatzbereite Crew von Christoph Nürnberg ging es daraufhin mit vielen Alarmierungen weiter, wie Schuricht betont: „Es war ein schönes und warmes Wochenende, aber leider auch ein sehr unfallträchtiges.“

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