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26.05.2015 | News-Bericht

Tiefer Fall aus 10 Metern Höhe

Der 4. Mai 2015 ist ein schöner, sonniger Tag. Auf dem Flugplatz Pattonville, der Heimat von Christoph 51 der DRF Luftrettung, geht es ruhig zu. Ein paar Segelflieger nutzen den blauen Himmel für Rundflüge. Der Abend bricht so langsam heran. Plötzlich schrillt der Alarm. Schnell läuft Pilot Thomas Roth zum Hubschrauber, startet die Triebwerke und kurze Zeit später steigt die BK 117 in den Stuttgarter Himmel empor. Mit an Bord sind Notarzt Dr. Gregor Lichy und Rettungsassistent Jürgen Henker. Das Ziel: Schwäbisch Gmünd.

Wenige Minuten zuvor: Auf einer Baustelle mitten im Stadtgebiet von Schwäbisch Gmünd werden die letzten Arbeiten verrichtet. Dann geschieht das Tragische. Ein 39-jähriger Mann verliert beim Arbeiten auf einem Baugerüst den Halt, stürzt über zehn Meter in die Tiefe und bleibt bewusstlos liegen. Schnell eilen seine Kollegen zu Hilfe und setzen einen Notruf ab. Ein bodengebundener Notarzt trifft ein paar Minuten später an der Unglücksstelle ein. Aufgrund der Schwere der Verletzung muss der Patient auf schnellstem Wege nach Stuttgart in das über 50 km entfernte Katharinenhospital gebracht werden. Zum Transport wird umgehend ein Hubschrauber nachalarmiert.

Nach kurzem Flug erreicht Christoph 51 Schwäbisch Gmünd und kreist über der Unglücksstelle. In Sekundenschnelle scannen Pilot Roth und Rettungsassistent Henker das Stadtgebiet, um einen sicheren Landeplatz in der Nähe zu finden. Als HEMS Crew Member besitzt Jürgen Henker die Zusatzqualifikation, den Piloten bei der Navigation und der Luftraumbeobachtung zu unterstützen. Der Parkplatz eines nahegelegenen Gefängnisses mitten im Stadtgebiet bietet sich zur Landung an.

Inzwischen bringt ein Rettungswagen den Patienten zum Landeplatz. Notarzt Dr. Gregor Lichy und Rettungsassistent Henker eilen direkt zu den Einsatzkräften im Rettungswagen und bereiten den Verletzten für den Hubschraubertransport vor. „Er hatte ein schweres Schädelhirntrauma erlitten“, berichtet Dr. Lichy über den Gesundheitszustand des Patienten. „Wir haben ihn narkotisiert, intubiert und auf einem Spineboard ruhiggestellt.“ Alles läuft schnell und routiniert ab und innerhalb von wenigen Minuten sind die Stuttgarter Luftretter schon wieder auf dem Weg in die Landeshauptstadt. Im Schockraum des Krankenhauses wird der Patient dem Klinikpersonal übergeben. Dann startet die Besatzung von Christoph 51 vom Dach des Krankenhauses in Richtung Heimat.

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