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24.10.2016 | News-Bericht

Trau Dich - hilf Leben retten

  • Sonst schnelle Helfer in der Not, an diesem Tag Lehrer für junge Laienhelfer: Die Dresdner Luftretter. Symbolbild.
    Sonst schnelle Helfer in der Not, an diesem Tag Lehrer für junge Laienhelfer: Die Dresdner Luftretter. Symbolbild.

Sie eilen Patienten mit rund 250 Kilometern pro Stunde zu Hilfe: Die Dresdner Luftretter. Doch wenn das Herz eines Menschen aufhört zu schlagen, dann ist auch das mitunter zu langsam, denn schwerste Gehirnschäden und Tod drohen bereits nach wenigen Minuten. Daher unterstützt die Dresdner Station der DRF Luftrettung die Kampagne „EinLebenRetten. 100 pro Reanimation".

In den Industrieländern zählt der plötzliche Herztod zu den häufigsten Todesursachen. Täglich werden deutschlandweit etwa 200 Reanimationen durchgeführt, der überwiegende Anteil davon außerhalb von Kliniken. Der Fortschritt in der medizinischen Versorgung im Krankenhaus brachte eine deutliche Verbesserung der Überlebenschancen und der Lebensqualität der Reanimierten. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern werden in Deutschland jedoch immer noch sehr wenige Reanimationen von Laien durchgeführt.  

Mit der 2013 erstmal durchgeführten und jährlich wiederholten Kampagne „EinLebenRetten. 100 pro Reanimation" konnte bereits erreicht werden, dass mehr Laien sich trauen, lebensrettende Erstmaßnahmen anzuwenden. Ein Weg, die Zahl der Todesfälle durch plötzlichen Herztod weiter zu senken, ist, schon Kinder und Jugendliche anzusprechen und zu schulen. Sie zeigen bei Schulungen oft großes Interesse und zugleich weniger Berührungsängste im Notfall.

Bereits 2013 und 2015 organisierte die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt unter der Leitung von Chefarzt Dr. Andreas Nowak im Rahmen dieser Kampagne Veranstaltungen für Dresdner Schülerinnen und Schüler im Sächsischen Landtag. Als Schirmherr konnte Dr. Nowak den sächsischen Landtagspräsidenten Dr. Matthias Rößler gewinnen.

Da die Veranstaltungen sehr gut angenommen wurden, gab es auch in diesem Jahr wieder einen Termin im Sächsischen Landtag. Die Schülerinnen und Schüler lernten einiges an Theorie und konnten an praktischen Übungen zu Laienreanimationsmaßnahmen teilnehmen. Die DRF Luftrettung unterstützte die Veranstaltung. Dr. Stefan Huscher, einer unserer Dresdner Notärzte und unsere beiden Notfallsanitäter Merten Marschallek und Heiko Roth, die ebenfalls auf Christoph 38 fliegen, waren als Referenten vor Ort.  

Heiko Roth erzählt: „Es war schön zu sehen, wie interessiert und engagiert die jungen Leute ans Werk gegangen sind. Es ist wichtig, die Vorbehalte der Menschen gegenüber Laienreanimationsmaßnahmen abzubauen. Denn es steht fest: Bei Herzstillstand zählt jede Minute und auch Laien können Leben retten."

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