18.03.2020 | News-Bericht

Umgang der DRF Luftrettung mit der Ausbreitung des Coronavirus

1. Inwiefern ist die Einsatzbereitschaft an den Stationen der DRF Luftrettung aktuell gewährleistet?

Die zunehmende Anzahl von Erkrankungen, der Kontakt zu erkrankten oder positiv getesteten Personen mit anschließenden Isolationsmaßnahmen nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts sowie Schul- und Kindergartenschließungen stellen die Mitarbeitenden und die Dienstplanung vor bisher in diesem Umfang nicht gekannte Herausforderungen. Diese können wir dank des hohen Engagements aller unserer Mitarbeitenden bisher gut bewältigen.

Unsere Luftrettungsstationen starten weiterhin täglich zu ihren Einsätzen und leisten ihren Beitrag zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Unser Werftbetrieb zur Instandhaltung und Wartung der Hubschrauber stellt die Einsatzbereitschaft unserer Flotte sicher. Wir können damit unserer lebensrettenden Aufgabe zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin nachkommen.

 

2. Welche Maßnahmen hat die DRF Luftrettung angesichts der Ausbreitung des Coronavirus ergriffen?

Wir haben unter Leitung des Vorstands der DRF Luftrettung eine Task Force eingerichtet. Wir analysieren und bewerten die aktuelle Lage fortlaufend und stimmen uns kontinuierlich mit Behörden, Krankenhäusern sowie anderen Partnern ab, so dass bei Bedarf unverzüglich die erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden können.

Die Hygienekommission der DRF Luftrettung steht im ständigen Austausch mit dem Deutschen Beratungszentrum für Hygiene (BZH) sowie anderen nationalen wie internationalen Institutionen. Hierdurch gewährleisten wir den unmittelbaren Wissenstransfer in die Praxis. Durch die Schaffung eines Informationsportals für alle Mitarbeitenden, Handreichungen für unsere Einsatzkräfte an den Stationen und dezidierten Arbeitsanweisungen sorgen wir für eine umfassende fachliche Information aller Mitarbeitenden. Mit unserem Hygieneplan und den o.g. Informationen setzen wir die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts, als nationalem Referenzzentrum, sowie die Vorgaben der örtlichen Behörden gezielt und auf die jeweiligen Arbeitsbereiche angepasst um.

Wie aktuell für viele Arbeitgeber üblich, separieren wir unsere Mitarbeitenden umfassend, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Wir minimieren den Kontakt untereinander mit präventiven Home-Office-Maßnahmen, Schichtarbeit sowie festen Arbeitsgruppen. Alle nicht zwingend für den Erhalt unseres Stationsbetriebs erforderlichen Dienstreisen und Veranstaltungen (inkl. Trainings, Aus- und Weiterbildungen) wurden abgesagt.

 

3. Wie geht die DRF Luftrettung mit Notfällen und Patiententransporten um, bei denen ein Verdacht auf Infektion mit dem Coronavirus besteht?

Wie bei anderen bekannten und ansteckenden Erkrankungen werden seitens der DRF Luftrettung entsprechende Vorsichts- und Schutzmaßnahmen (siehe dazu auch Frage 2) im Fall eines Verdachts auf oder einer Bestätigung der Infektion bei einem Patienten mit dem Coronavirus getroffen. Je nach Situation wird eine individuelle Entscheidung gefällt. Hierbei steht das Patientenwohl stets im Mittelpunkt.

 

4. Transportiert die DRF Luftrettung mit dem Coronavirus infizierte Patienten nach Deutschland zurück?  

Wir können zum jetzigen Zeitpunkt keine generelle Aussage zum Transport von Patienten aus dem Ausland treffen. Im Fall einer konkreten Anfrage müssen wir einzelfallbezogen anhand der jeweiligen medizinischen Abklärung und der Reisemöglichkeiten in den involvierten Ländern beurteilen, ob eine Repatriierung sinnvoll und machbar ist.