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17.07.2017 | News-Bericht

Unfall beim Wassersport

  • Landung direkt am Rhein, als eine verletzte Wassersportlerin schnellstmöglich und schonend in eine Spezialklinik transportiert werden muss.
    Landung direkt am Rhein, als eine verletzte Wassersportlerin schnellstmöglich und schonend in eine Spezialklinik transportiert werden muss.

Ende Juni am Rhein. Frachter ziehen vorbei, Spaziergänger und Radler genießen am Ufer das warme Wetter. Auf dem Wasser trainiert ein Wasserski-Team bei hoher Geschwindigkeit akrobatische Formationen. Plötzlich der Schreck: Eine Frau, die auf den Schultern ihres Kollegen steht, verliert das Gleichgewicht, stürzt nach unten und schlägt mit dem Rücken auf den Wasserski auf. Sofort wird sie an Land gebracht, ihre Teamkollegen alarmieren sofort den Rettungsdienst.

Schnell sind ein Rettungswagen und ein bodengebundener Notarzt vor Ort. Die Patientin klagt über starke Schmerzen an der Brust- und an der Lendenwirbelsäule. Neurologische Ausfälle wie beispielsweise Taubheit in den Beinen hat sie glücklicherweise zu diesem Zeitpunkt nicht. Trotzdem alarmiert der Notarzt über die Leitstelle Mittelbaden Christoph 43, den Karlsruher Hubschrauber der DRF Luftrettung für den schnellstmöglichen und schonenden Transport der Patientin in eine auf Wirbelsäulenverletzungen spezialisierte Klinik.

Warum dies wichtig ist, erklärt der Notfallsanitäter, der an diesem Tag auf dem Hubschrauber im Dienst ist: „Rückenverletzungen sind zu Recht gefürchtet, können sie doch zu schweren Einschränkungen für die Betroffenen und im schlimmsten Fall zur Querschnittslähmung führen. Patienten, die einen entsprechenden Unfall hatten oder typische Symptome zeigen, müssen daher sehr schnell in einer Spezialklinik versorgt werden. Die Luftrettung bietet hierbei nicht nur einen entscheidenden Zeitvorteil. Der Transport an Bord unseres Hubschraubers ist auch besonders schonend, denn Schlaglöcher, Bodenwellen und häufiges Anfahren und Abbremsen wie im Rettungswagen gibt es nicht."

Nach wenigen Flugminuten nähert sich die rot-weiße EC 135 dem Rheinufer. Der Pilot visiert eine Mole direkt neben dem Unfallort als Landeplatz an. Das Wasser des Rheins kräuselt sich unter den Abwinden des Hauptrotors, kleine Wellen bilden sich. Dann ist die Maschine am Boden. Notarzt und Notfallsanitäter eilen zur Patientin und erklären ihr, dass sie an Bord von Christoh 43 in eine Klinik geflogen wird. Dann besprechen sie die Übergabe mit ihren bodengebundenen Kollegen. Die Verletzte hat bereits starke Schmerzmittel und Infusionen bekommen, auch eine Halskrause ist ihr angelegt worden. Vorsichtig legt sie die Hubschraubercrew auf die Vakuummatratze des Hubschraubers und schließt sie an die Überwachungsgeräte an.

Wenig später ist der Hubschrauber schon wieder in der Luft und auf dem Weg nach Karlsruhe. Im dortigen Städtischen Klinikum ist schon alles vorbereitet für die weitere Diagnostik und Versorgung der Patientin. Die Crew übergibt sie an das Schockraumteam und macht sich auf den Heimweg. Insgesamt werden die Luftretter an diesem Tag zu fünf Einsätzen alarmiert.

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