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28.06.2018 | News-Bericht

Ungebremst gegen Lkw

  • Einsatz für Christoph Dortmund auf einer Umgehungsstraße im Norden Dortmunds. Foto 112.de.
    Einsatz für Christoph Dortmund auf einer Umgehungsstraße im Norden Dortmunds. Foto 112.de.

„Wir befanden uns gerade im Landeanflug auf das Klinikum Dortmund Nord, als wir zu diesem Folgeeinsatz alarmiert wurden“, berichtet Ulrich Weigang. Er ist Pilot von Christoph Dortmund. Und an Bord dieses Hubschraubers der DRF Luftrettung wurde gerade ein Intensivpatient aus einem anderen in das besagte Dortmunder Krankenhaus geflogen. „Der Zustand unseres Patienten erlaubte eine rasche Übergabe in der aufnehmenden Klinik, so dass wir uns kurz darauf die neue Alarmierung übernehmen konnten“, so Weigang weiter.

Diese hatte die Rettungsleitstelle Dortmund per Funk an das Dortmunder Team übermittelt. Den ersten Ermittlungen der Polizei zufolge war der 36-jährige Fahrer eines Kleintransporters auf der zur neuen Umgehungsstraße ausgebauten Dorstfelder Allee in Richtung Norden der Stadt unterwegs gewesen. Mit seinem Fahrzeug war der Mann plötzlich in den Gegenverkehr geraten. Hier war er dann frontal und nahezu ungebremst gegen das Führerhaus eines entgegenkommenden Lkw geprallt. Durch die Wucht des Aufpralls waren beide Fahrzeuge stark beschädigt worden. Die Insassen des Kleintransporters (36 und 12, beide aus Kamen) wurden schwer verletzt. Der Fahrer des Lkw, ein 49-jähriger Dortmunder, erlitt leichte Verletzungen.

Das zwölfjährige Kind saß auf dem Beifahrersitz des Kleintransporters und wurde bei dem Unglück im Wagen eingeklemmt. Insgesamt 45 Minuten musste es im Unfallwrack ausharren, bis die Berufsfeuerwehr befreien konnte. Diesem jungen Unfallopfer eilten die Dortmunder Luftretter in ihrer rot-weißen BK 117 schnellstmöglich zur Hilfe und landeten direkt hinter der Unfallstelle.

„Noch am Einsatzort wurde im Rahmen der Untersuchung durch unsere Hubschraubernotärztin Dr. Katharina Schlang deutlich, dass der junge Patient ein ‚Polytrauma‘, also eine lebensbedrohliche Mehrfachverletzung, erlitten hatte“, blickt Ulrich Weigang zurück. Neben anderen Verletzungen waren komplizierte Knochenbrüche und ein Schädel-Hirn-Trauma die schwerwiegenden Folgen des Verkehrsunfalls. Der Zwölfjährige musste darum, nach einer ersten Versorgung vor Ort, rasch in ein geeignetes Krankenhaus der Maximalversorgung transportiert werden. Das Team von Christoph Dortmund brachte ihn deswegen unverzüglich ins Universitätsklinikum Bochum, wo es bereits nach nur sieben Minuten Flugzeit eintraf und den Verletzten zur weiteren Behandlung übergeben konnte.

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