Sie sind hier

30.12.2016 | News-Bericht

Unglück auf der Baustelle: Fertigwand fällt auf Arbeiter

  • Der Freiburger Rettungshubschrauber Christoph 54 erreicht nach wenigen Minuten die Unfallstelle im Münstertal.
    Der Freiburger Rettungshubschrauber Christoph 54 erreicht nach wenigen Minuten die Unfallstelle im Münstertal.

Ein strahlend blauer Himmel erstreckt sich über das Münstertal. Durch die kalte Luft erklingt das Hämmern und Klopfen einer Baustelle: Hier wird gerade ein Fertighaus zusammengesetzt. Langsam zieht ein hoher Baukran eine mehrere 100 Kilogramm schwere Wand in die Höhe. Kurz schwebt die Wand einige Meter über dem Boden. Ein junger Bauarbeiter auf einer Klappleiter soll dafür sorgen, dass die Wand vor ihm an der richtigen Stelle heruntergelassen wird. Plötzlich löst sich die Fertigwand aus ihrer Halterung, fällt in Richtung des Bauarbeiters, schleudert ihn von der Leiter und droht ihn zu zerquetschen. Doch die Klappleiter fällt so über den Mann, dass sie ihn vor dem Schlimmsten bewahrt. Dennoch hat sich der Mann durch den Sturz schwere Verletzungen zugezogen. Sofort wählen seine Kollegen die 112.

Mit laut schallender Sirene trifft kurz darauf ein bodengebundener Notarzt ein. Dieser eilt zu dem Schwerverletzten, untersucht ihn und muss feststellen, dass er sich Verletzungen an der Wirbelsäule zugezogen hat. „In einem solchen Fall, muss der Patient besonders schonend in ein Krankenhaus transportiert werden“, weiß Ralf Mewes, Rettungsassistent der DRF Luftrettung. Deshalb fordert der bodengebundene Notarzt den Freiburger Rettungshubschrauber Christoph 54 an. Wenige Minuten nach der Alarmierung, erscheint am Himmel über dem Münstertal der rot-weiße Hubschrauber. „Um die Wirbelsäule des Mannes vor Erschütterungen zu schützen, wurde sein Hals mit einer Halswirbelsäulenschiene geschient und er wurde auf eine Vakuummatratze gelegt“, erzählt Ralf Mewes. Anschließend nehmen ihn die Luftretter an Bord des Rettungshubschraubers auf. So kann der verletzte Bauarbeiter innerhalb von wenigen Minuten an das St. Josefskrankenhaus nach Freiburg geflogen werden. „Diese Fahrt hätte auf der Straße rund 30 Minuten gedauert und wäre für den Patienten ein große Belastung gewesen“, erzählt Ralf Mewes. „In solchen Fällen ist die Luftrettung für den Verletzten von klarem Vorteil, weil wir ihn – auch über größere Distanzen – schnell und besonders schonend in eine Spezialklinik bringen können.“

Weitere Neuigkeiten:

Die Station zum Beitrag:

Standorte DRF Luftrettung

Auswählen und mehr erfahren

Von wo starten unsere Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge zu ihren Einsätzen? Wer koordiniert eine Patientenrückholung aus dem Ausland? Und wo wird unsere Flotte eigentlich gewartet? Lernen Sie die Hubschrauberstationen, das Operation-Center und den Ambulanzflugbetrieb der DRF Luftrettung kennen. Mit einem Klick auf eine unserer Stationen können Sie den jeweiligen Einsatzradius des Hubschraubers erkennen. Weitere Einblicke und Hintergrund- informationen erhalten Sie auf den Stationsseiten.

Minuten- und Kilometerzahl sind durchschnittliche Angaben

Alle Standorte

Mehr zur Station:

16.09.2013 | News-Bericht
Ein Intensivpatient erleidet ein Lungenversagen. Ein Kind schwebt nach einem Unfall in Lebensgefahr. Diesen Herausforderungen stellen sich die Hubschrauberbesatzungen der DRF…