10.12.2018 | News-Bericht

Unglück mit Teewasser

  • Einsatz in Mallersdorf-Pfaffenberg: Ein mit heißem Wasser verbrühtes kleines Mädchen musste schnell in eine Spezialklinik geflogen werden.
    Einsatz in Mallersdorf-Pfaffenberg: Ein mit heißem Wasser verbrühtes kleines Mädchen musste schnell in eine Spezialklinik geflogen werden.

Die Küche erweist sich für (Klein-)Kinder als ein mitunter gefährlicher Ort. Immer wieder kommt es zu Verletzungen, weil „die lieben Kleinen“ die Risiken noch nicht erkennen, die von scharfen oder spitzen Geräten und Gegenständen, giftigen Substanzen wie Putzmitteln oder dem Herd ausgehen. Es passieren laut „Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V.“ nur sieben Prozent aller Unfälle von Kindern bis fünf Jahre im Straßenverkehr, aber 66 Prozent im Haushalt.

So ereignete sich vor kurzem auch ein schweres Unglück in einem Ortsteil des Marktes Mallersdorf-Pfaffenberg: Eigentlich hatte das dreijährige Mädchen fest und friedlich geschlafen, als seine Mutter Teewasser kochte. Doch plötzlich wachte das Kind auf, lief überraschend um die Mutter herum und wurde dabei versehentlich von oben mit kochendem Wasser verbrüht.

Nachdem der Notruf abgesetzt wurde, waren ein bodengebundener Notarzt und Rettungsdienst sowie die Polizei rasch in dem Dorf vor Ort. Da die junge Patientin jedoch Verbrühungen mit sichtbarer Blasenbildung erlitten hatte, sollte sie schnellstmöglich in eine Spezialklinik für solche Verletzungen transportiert werden.

In derlei Situationen sind die Einsatzmaschinen der DRF Luftrettung das am besten geeignete, da schnellste Rettungsmittel. Die Leitstelle Straubing rief deshalb das in Regensburg stationierte Team zur Hilfe, das sich mit seiner H 145 gerade auf dem Rückflug von einem vorangegangenen Einsatz befand. Nur zehn Minuten darauf landete Pilot Georg Fuhrmann den Hubschrauber auf einem Acker direkt am Haus, in dem die Dreijährige mit ihrer Familie lebt. Hubschraubernotarzt Dr. Stefan Bleiler sowie die Rettungsassistenten Cornelia Fuchs und Max Klaritsch kümmerten sich gleich nach der Landung um sie und bereiteten das Mädchen für den Flug vor.

Wenig später hob Christoph Regensburg schon wieder ab, und Pilot Georg Fuhrmann steuerte Kurs München. Die Dreijährige sollte dort zur weiteren Behandlung in die auf Verbrennungen bei Kindern spezialisierte Klinik in Schwabing gebracht werden. Nach kurzem Flug übergab die Crew der DRF Luftrettung das Kleinkind an die Spezialisten, die die Verbrühungen versorgten.

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