14.11.2019 | News-Bericht

Universitätsmedizin Greifswald und DRF Luftrettung erproben Einsatz von Defi-Drohne

  • Wie können Drohnen die Notfallversorgung optimieren? Dies wird gerade in einem Pilotprojekt der Uniklinik Greifswald in Kooperation mit der DRF Luftrettung untersucht.
    Wie können Drohnen die Notfallversorgung optimieren? Dies wird gerade in einem Pilotprojekt der Uniklinik Greifswald in Kooperation mit der DRF Luftrettung untersucht.

Die DRF Luftrettung arbeitet aktuell gemeinsam mit der Universitätsmedizin Greifswald in einem Projekt, das neuartige Konzepte in der Notfallversorgung für dünn besiedelte Gebiete erprobt. Dabei wird getestet, ob Drohnen künftig Defibrillatoren zum Ersthelfer und dem Patienten fliegen können. Testflüge in Penkun und Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern sollen zeigen, ob dieses Konzept funktioniert und welcher Organisationsaufwand damit verbunden ist. Das Projekt wird von der Universitätsmedizin Greifswald geleitet und vom Bundesgesundheitsministerium gefördert. Wir, die DRF Luftrettung, unterstützen bei den Erprobungen vor Ort und stellen nach Auswertung der Simulationsflüge mit den Drohnen unsere Berechnungsalgorithmen zur Verfügung. Anhand dieser kann kalkuliert werden, wann es sinnvoll ist, den Defibrillator luft- oder bodengebunden zur Einsatzstelle zu bringen: Der Transport mit Hilfe einer Drohne ist unter Umständen wesentlich schneller und kostengünstiger als der Transport mit dem Rettungswagen oder Rettungshubschrauber.

Die DRF Luftrettung befasst sich bereits seit geraumer Zeit im engen Expertenaustausch mit dem Einsatz von Unmanned Aerial Vehicles (UAV), umgangssprachlich Drohnen, in der Notfallmedizin. „Wir stehen der neuen Technologie sehr aufgeschlossen gegenüber und sehen uns, als eine der führenden Luftrettungsorganisationen Deutschlands, in der Rolle, die Entwicklungen aktiv mitzugestalten. Der Einsatz moderner Luftmobilitätskonzepte, zu denen auch UAV gehören, kann, bei professioneller Handhabung, eine hilfreiche Ergänzung zu unseren Rettungshubschraubern darstellen, etwa für die schnelle Versorgung im Notfall durch Ersthelfer“, fasst Dr. Krystian Pracz, als Vorstandsvorsitzender, die Position der DRF Luftrettung zusammen.

Die DRF Luftrettung arbeitet kontinuierlich daran, die Notfallrettung im Sinne der Patienten stetig weiter zu entwickeln.

Mehr zum Thema:

Die DRF Luftrettung unterstützt das Pilotprojekt der Universitätsmedizin Greifswald.

Drohnen sind technisch in der Lage, lebensrettende Defibrillatoren schnell zu transportieren.

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