09.08.2017 | News-Bericht

Unter dem Traktor begraben

  • Steile Wiesen sind ein gefährlicher Arbeitsort. Dies musste im Juli auch ein Landwirt erfahren, der mit seinem Traktor den Hang hinabstürzte.
    Steile Wiesen sind ein gefährlicher Arbeitsort. Dies musste im Juli auch ein Landwirt erfahren, der mit seinem Traktor den Hang hinabstürzte.

Der Schlossberg in Schramberg ist ein stark abschüssiger Hang. Das wird einem 64-jährigen Landwirt im Juli zum Verhängnis, der das Gelände gepachtet hat und darauf Heu machen will: Beim Wenden des trockenen Grases kippt der Bauer mit seinem Traktor um. Das Gefährt überschlägt sich, der 64-Jährige wird unter dem schweren Fahrzeug eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt.

Als bodengebundene Rettungskräfte am Unfallort eintreffen, erkennen sie gleich die Schwere des Unfalls. „Darum wurden wir sofort nachgefordert", schildert Michael Werner, der Notfallsanitäter auf Christoph 11 ist. Umgehend startet der Hubschrauber daraufhin von seiner Station in Villingen-Schwenningen. Wenige Minuten später landet Pilot Matthias Fleisch die rot-weiße H 145 neben der Ruine an der Spitze des Schlossbergs Schramberg. Notärztin Dr. Janine Alt verlässt die Maschine der DRF Luftrettung und eilt zum Verunglückten.

„Der Patient lag bei unserem Eintreffen noch unter dem Trecker begraben", berichtet Michael Werner. „Die Feuerwehr musste ihn zunächst mit Seilwinde und Hebekissen befreien, während er von unserer Notärztin und den bodengebundenen Kollegen weiter versorgt wurde." Da es sich als schwierig abzeichnet, den lebensgefährlich Verletzten nach seiner Befreiung den steilen Hang hinaufzutragen, rückt zwischenzeitlich auch die Bergwacht an. Mit vereinten Kräften bringen die Retter den Landwirt zum Hubschrauber oberhalb der Unglücksstelle.

„Wir sind von dort mit dem Patienten ins Schwarzwald-Baar-Klinikum geflogen, wo wir ihn an die bereitstehenden Ärzte im Schockraum übergeben konnten, die direkt die Weiterbehandlung begonnen haben. Der Patient hat das Unglück trotz der Schwere des Unfalls überlebt", fügt Michael Werner erleichtert hinzu.

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