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12.05.2017 | News-Bericht

Verdacht auf Schlaganfall: Alarm für Magdeburger Luftretter

  • Landung direkt am Wasser: Die Besatzung von Christoph 36 versorgte eine Patientin mit Verdacht auf Schlaganfall.
    Landung direkt am Wasser: Die Besatzung von Christoph 36 versorgte eine Patientin mit Verdacht auf Schlaganfall.

Als der Ehemann vom Einkaufen zurück auf den Campingplatz am Jerslebener See kam, hatte sich der gesundheitliche Zustand seiner Frau weiter verschlechtert. Zwei Stunden zuvor hatte sie über beginnende Sehstörungen geklagt, mittlerweile waren halbseitige Lähmungserscheinungen hinzugekommen. Also setzte er über die Rufnummer 112 einen Notruf ab und schilderte dem Disponenten der Rettungsleitstelle die Situation.

Dieser alarmierte sofort den Magdeburger Hubschrauber der DRF Luftrettung als schnellen Notarztzubringer sowie bodengebundene Rettungskräfte zum Ort des Geschehens. Es waren nur wenige Kilometer bis zum Einsatzort, daher landete Pilot Marco Cramme die rot-weiß lackierte Maschine nur wenige Minuten nach der Alarmierung auf einem Deich am Mittellandkanal. Hubschraubernotarzt Uwe Düring und Notfallsanitäter Torsten Böhm erreichten die Patientin nach wenigen Metern und versorgten sie im Rettungswagen gemeinsam mit den bodengebundenen Kollegen.

Sie vermuteten bei der 69 Jahre alten Frau einen Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke, meist ein Vorbote eines Schlaganfalls, und überprüften zunächst Blutdruck, Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung. Notarzt Düring legte der 69-Jährigen einen Zugang und verabreichte ihr eine Infusionslösung. Außerdem bekam sie über eine Maske Sauerstoff. Da bei einem Schlaganfall der Grundsatz „Time is Brain“ gilt, wurde sie auf schnellstem Weg in ein Krankenhaus der Maximalversorgung transportiert.

Das war in diesem Fall die Fahrt im Rettungswagen, da es vom Einsatzort nur wenige Kilometer bis in das Städtische Klinikum Magdeburg waren und die Patientin bereits auf einer Trage im Rettungswagen lag und darin von den Luftrettern versorgt worden war. Notarzt Uwe Düring betreute die Patientin auf dem Weg in die Klinik und übergab sie den dortigen Ärzten.

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