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05.07.2018 | News-Bericht

Vier eingeklemmte Unfallopfer auf der A 99

  • Aufgrund des Staus in der Baustelle konnten die bodengebundenen Rettungskräfte die Unfallstelle nur schwer erreichen. Christoph München war als erstes Rettungsmittel vor Ort.
    Aufgrund des Staus in der Baustelle konnten die bodengebundenen Rettungskräfte die Unfallstelle nur schwer erreichen. Christoph München war als erstes Rettungsmittel vor Ort.

Es ist ein Schreckensszenario, vor dem sich viele Autofahrer fürchten: Am Stauende auf der Autobahn erkennt ein Lkw-Fahrer zu spät, dass die Fahrzeuge vor ihm halten – und fährt auf. So passierte es vor kurzem auch in einem Baustellenbereich auf der Autobahn 99. In Fahrtrichtung Salzburg stockte der Verkehr bei Unterföhring am Vormittag. Ein herannahender Lastwagenfahrer konnte sein Gefährt nicht mehr rechtzeitig abbremsen – und schob den stehenden Pkw eines 34-Jährigen unter das Heck eines vor ihm ebenfalls im Stau steckenden zweiten Lkw. Das Auto wurde zwischen den beiden Lkw eingeklemmt, der Fahrer des zerquetschten Wagens und drei Mitinsassen dabei schwerst verletzt.

Christoph München startete in diesem Augenblick eigentlich zu einem Intensivtransport nach Passau. „Doch diese Verlegung war ‚disponibel‘, konnte auch zu einem späteren Zeitpunkt noch durchgeführt werden“, führt Carsten Strahlendorff aus. Er bildete an jenem Unglückstag zusammen mit dem weiteren Piloten Josef Samonig, dem Hubschraubernotarzt Dr. Thorsten Kohlmann und Rettungsassistent Andreas Ellinger die Crew des in der bayerischen Landeshauptstadt stationierten Hubschraubers der DRF Luftrettung. Und nachdem bei dem Unfall insgesamt vier Schwerverletzte zu versorgen waren, beorderte die Rettungsleitstelle Christoph München, gemeinsam mit zwei weiteren Hubschraubern, mehreren Feuerwehren und Rettungswagen, ebenfalls zur A 99.

Dort traf das Team der DRF Luftrettung mit seiner rot-weißen H 145 als erstes Rettungsmittel ein. „Wir landeten innerhalb kürzester Zeit an der Unfallstelle“, schildert Pilot Strahlendorff. „Die vier Unfallopfer waren eingeklemmt und sehr schwer verletzt. Nach deren Befreiung haben wir sie gemeinsam mit den nach und nach eintreffenden anderen Kräften erstversorgt und für den Transport auf dem Luftweg vorbereitet.“ Das medizinische Team von Christoph München, Dr. Thorsten Kohlmann und Andreas Ellinger, behandelte insbesondere einen 28-Jährigen. Er hatte sich ein Polytrauma mit mehreren lebensgefährlichen Verletzungen im Brust- und Bauchbereich sowie der Beine zugezogen.

Der junge Mann musste darum so schnell wie möglich in ein Krankenhaus der Maximalversorgung gebracht werden, was auf dem Luftweg am schnellsten umzusetzen war. Aufgrund der durch die Baustelle bedingten Enge steckten einige bodengebundene Einsatzkräfte zu diesem Zeitpunkt selbst noch im Stau, da wegen der geringen Fahrbahnbreite im Bereich des Unfallortes keine ausreichende Rettungsgasse gebildet werden konnte. Christoph München jedoch flog über den Stau hinweg und konnte den Schwerstverletzten nur zehn Minuten später an die bereitstehenden Ärzten im Uniklinikum München-Großhadern übergeben, die sofort mit der weiteren Behandlung des Patienten begannen.

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