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01.12.2016 | News-Bericht

Vom Baum gestoppt

  • Jahr für Jahr startet Christoph 49 zu über 1.400 Einsätzen. Symbolbild.
    Jahr für Jahr startet Christoph 49 zu über 1.400 Einsätzen. Symbolbild.

Mittagszeit in Brandenburg. Der Verkehr rollt an einem wolkenverhangenen Tag Ende Oktober die Landstraße entlang. Ein LKW befindet sich auf den letzten Metern zu seinem Zielort. Doch dort wird er nicht ankommen.

Nur zehn Kilometer entfernt: In Bad Saarow steht der Rettungshubschrauber vor seinem Hangar. Bereit jederzeit abzuheben. "Die Leitstelle informierte uns über einen schweren Unfall auf der von Bäumen gesäumten Landstraße nahe Storkow. Der 44-jährige LKW-Fahrer hatte während der Fahrt das Bewusstsein verloren und war mit voller Geschwindigkeit frontal in einen Baum gefahren. Keine zwei Minuten später waren wir in der Luft und auf dem Weg zur Unglücksstelle. Da dort eine Mittelspannungsleitung verläuft und wenige Meter weiter ein Waldgebiet beginnt, mussten wir bei der Landung besonders aufmerksam sein“, erinnert sich Pilot Holger Wolff.

Kurze Zeit nach dem Unfall sind Feuerwehr und Christoph 49 der DRF Luftrettung bereits vor Ort. Der Fahrer ist wieder ansprechbar, aber in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Da sich die Türen nicht öffnen lassen, schneidet die Feuerwehr ein Fenster heraus und befreit den schwer verletzten Mann so aus seinem Gefängnis. Er hatte Verletzungen an den unteren Extremitäten sowie am Kopf erlitten. Vorsichtig betten ihn Notarzt Dr. Jörg Rößler und Rettungsassistent René Wabnik auf eine Vakuummatratze und legen ihm eine Halskrause um, da auch Verletzungen an der Wirbelsäule nicht ausgeschlossen werden können. Gemeinsam schließen sie den Patienten an die Geräte im Hubschrauber an, um auch während des Fluges immer seine Vitalparamater wie Blutdruck und Puls im Blick zu haben. Unverzüglich starten die rot-weißen Luftretter zum Helios Klinikum Bad Saarow. „Der Mann hatte unglaubliches Glück, da der Baum rund 30 cm neben ihn auf der Beifahrerseite eingeschlagen ist. Wir wünschen ihm, dass er den Unfall ohne Folgeschäden überstehen wird“, betont Pilot Holger Wolff.

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