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26.06.2017 | News-Bericht

Vor Wärmeverlust bewahrt

  • Tragisches Unglück bei einer Feier: Durch eine Verpuffung werden ein Mann und sein junger Sohn schwer verletzt. Beide werden nach der Versorung vor Ort an Bord von Hubschraubern in Spezialkliniken geflogen. Auch Christoph 27 der DRF Luftrettung ist im Einsatz. Symbolbild.
    Tragisches Unglück bei einer Feier: Durch eine Verpuffung werden ein Mann und sein junger Sohn schwer verletzt. Beide werden nach der Versorung vor Ort an Bord von Hubschraubern in Spezialkliniken geflogen. Auch Christoph 27 der DRF Luftrettung ist im Einsatz. Symbolbild.

Es sollte eine gemütliche private Feier im Wohnzimmer werden, die eine Gruppe in Wernstein, einem Ortsteil des oberfränkischen Marktes Mainleus (Landkreis Kulmbach), vorbereitet hatte – aber dann kam es zu einem tragischen Unglück: Ein bei dem Fest Anwesender befüllte eine Schale mit Bioethanol, doch der Brennstoff, der in Verbindung mit Luft hoch entzündlich ist, löste eine Verpuffung aus. Durch die Stichflamme erlitten zwei in der Nähe des Gefäßes stehende Personen, ein 61-Jähriger und dessen neunjähriger Sohn, schwere Verbrennungen. 

Vorsorglich alarmierte die Integrierte Leitstelle Bayreuth neben dem bodengebundenen Rettungsdienst, der Feuerwehr und der Polizei auch die Besatzungen der Nürnberger Station der DRF Luftrettung, Christoph 27, und von Christoph  20 aus Bayreuth. „Die Leitstelle hat da wirklich ganz toll reagiert und alles perfekt organisiert, weil sofort klar war, dass die Patienten wohl so schnell wie möglich in Spezialkliniken geflogen werden müssen“, lobt Dominic Fischer. Der Notfallsanitäter auf Christoph 27 machte sich sofort nach der Anforderung mit Pilot Franz Steier und Hubschraubernotärztin Iris Schuster auf den Weg nach Wernstein. 

Nach wenigen Minuten erreichte das Team den Unfallort, nachdem die Kollegen von Christoph  20 schon eingetroffen waren. Der bodengebundene Rettungsdienst und Notarzt hatten bereits mit der medizinischen Erstversorgung der zwei Unglücksopfer begonnen. Da in dem Raum kein offenes Feuer ausgebrochen war, unterstützten auch die Helfer der Feuerwehr die Notfallretter. Während sich die Crew von Christoph  20 um den verletzten Mann kümmerte, stießen Schuster und Fischer zu den Bodenkräften, die den Neunjährigen behandelten. „Der Junge hatte massive Verbrennungen am ganzen Körper erlitten, besonders an Gesicht, Oberarmen und Oberkörper. Nachdem der Patient zur ausreichenden Schmerzkontrolle eine Narkose erhielt, wurden die Brandwunden fachgerecht verbunden“, erinnert sich Dominic Fischer. 

„Wir haben dann sofort das Wärmemanagement durchgeführt. Denn wenn die Haut, die ja die Körpertemperatur des Menschen reguliert, so großflächig geschädigt ist, droht ein starker Wärmeverlust des Verletzten“, erklärt der Notfallsanitäter. Deshalb wurde das Kind in eine Wärmedecke gehüllt und anschließend in einen Patientensack gelegt. „So konnten wir den Jungen dann optimal vor Temperaturverlust schützen.“ 

Nachdem Vater und Sohn von den Besatzungen von Christoph  20 und Christoph  27 stabilisiert und für den Transport vorbereitet worden waren, luden die Teams die beiden Verbrennungsopfer in die jeweiligen Hubschrauber ein und hoben zügig vom Einsatzort ab. „Während Christoph  20 den Mann in eine Spezialklinik nach Nürnberg flog, transportierten wir das Kind in das Helios Klinikum Erfurt, in dem seine Brandverletzungen weiterversorgt wurden“, berichtet Fischer. 

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