03.02.2020 | News-Bericht

Wanderer stürzt ab

  • Blick ins Cockpit während eines Einsatzes bei Nacht. Symbolbild
    Die am Pilotenhelm befestigten Nachtsichtbrillen verstärken das in der Nacht vorhandene Restlicht und bieten so den Piloten eine neue optische Orientierung in der Dunkelheit (Symbolbild).

Mehrere Stunden muss ein in Not geratener Wanderer ausharren, bevor er aus seiner misslichen Lage befreit werden kann: Mit einem Freund hat sich der 30-Jährige auf eine Bergtour durch die Bayerischen Voralpen bei Lenggries begeben. Doch dann – es ist bereits gegen 16.30 Uhr – kommen die Ausflügler auf ihrer Route im Isarwinkel vom Weg ab und geraten in steiles, unwegsames Gelände. Plötzlich stürzt der 30-Jährige ab, fällt einige Meter tief in eine Felsschlucht und bleibt verletzt in einem Bachlauf liegen.

Der Begleiter des Mannes will helfen, erreicht den verunglückten Freund jedoch nicht. Da er ebenso wenig einen Notruf absetzen kann, muss er den zuvor zurückgelegten Weg wieder hinabsteigen. Erst nach zwei Stunden kann er an einer Straße Hilfe organisieren. Kurz darauf sind Rettungsdienst und Bergwacht auf dem Weg zum Unfallort. Ebenso wird Christoph München von der Rettungsleitstelle Oberland alarmiert. Es ist schon viertel nach acht am Abend, als die Piloten Stefan Hollerith und Harald Weber, Hubschraubernotarzt Dr. Henning Laven und Rettungsassistent Tobias Schumann in der rot-weißen Maschine der DRF Luftrettung starten.

Als die Crew kurz darauf eintrifft, sind bodengebundene Rettungskräfte bereits dabei, nach dem 30-Jährigen Ausschau zu halten. Denn die genaue Absturzstelle ist unklar und muss erst lokalisiert werden. Auch zwei Polizeihubschrauber sind im Einsatz. Nach und nach gelingt es, das Suchgebiet einzugrenzen. Schließlich wird der Verunglückte gefunden und mit der Seilwinde eines Polizeihubschraubers emporgezogen – dieser landet kurz darauf an einer geeigneten Stelle, an der auch Hollerith und Weber die Maschine der DRF Luftrettung aufsetzen.

Unverzüglich wird der Verunglückte an das medizinische Team von Christoph München übergeben. Henning Laven und Tobias Schumann versorgen den Patienten umgehend, gemeinsam mit ihren bodengebundenen Kollegen. Wie sich herausstellt, hat der merklich unterkühlte Wanderer sich beide Beine gebrochen. Die Besatzung der DRF Luftrettung lädt den Verletzten behutsam in die H 145 und bringt ihn rasch in die München Klinik Bogenhausen. Es ist mittlerweile fast 22.30 Uhr, als der 30-Jährige zur weiteren Diagnose und Behandlung an die dortigen Ärzte übergeben wird.

 

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