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15.02.2016 | News-Bericht

Wenn das Herz den Dienst versagt

  • Christoph München der HDM Luftrettung an der Station. Autor: Alexander Spitzbarth
    Christoph München der HDM Luftrettung an der Station. Autor: Alexander Spitzbarth

10. Februar, Alltag an der Station München der HDM Luftrettung. Es riecht nach Kaffee, die Computer brummen. Es geht auf den Mittag zu, bisher blieb der Alarm still. Pilot Harald Weber checkt online das Wetter. Die Nachrichten sind immer noch beherrscht durch das schwere Zugunglück in Bad Aibling am Tag zuvor. Auch die Besatzung von Christoph München war vor Ort, flog eine junge Frau in eine Klinik. Der Schock über das furchtbare Unglück sitzt tief in der Region.

Um 11:48 Uhr dann der erste Alarm des Tages. Ein 64 Jahre alter Mann leidet an einer schweren Herzerkrankung, Lebensgefahr droht. Er muss so schnell wie möglich in eine auf Herzchirurgie spezialisierte Klinik gebracht werden. Die Besatzung übernimmt den Patienten im Klinikum Freising. Nach kurzem Flug übergeben Hubschraubernotarzt Dr. Othmar Kofler und Rettungsassistent Stefan Buxbaum den Schwerkranken an die Herzspezialisten des Klinikums Bogenhausen.

Auf die Skipiste geht es am frühen Nachmittag, als die Besatzung nach Garmisch-Partenkirchen zu einem 14-Jährigen gerufen wird. Der Jugendliche ist beim Skifahren so schwer gestürzt, dass die Bergwacht Christoph München nachalarmiert. Er hat Verletzungen am Kopf sowie an Armen und Beinen erlitten, Sorgen bereitet der medizinischen Crew jedoch vor allem, dass es Hinweise auf einen Bruch des Beckens gibt. "Einen Beckenbruch sieht man von außen nicht", erklärt Stefan Buxbaum. "Er kann aber zu schweren inneren Blutungen und damit in kurzer Zeit zu Lebensgefahr für den Patienten führen. Daher stabilisierten wir den Jugendlichen und bereiteten alles für den schnellen Transport in eine Klinik vor." Die Besatzung erreicht das Klinikum Garmisch-Partenkirchen nach wenigen Flugminuten und übergibt dort den verunglückten Skifahrer den Ärzten des Schockraums.

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