05.09.2019 | News-Bericht

Windenrettung im Freizeitland Geiselwind

  • Ein technischer Defekt führte dazu, dass 21 Menschen in der Gondel ausharren mussten, bis die Rettung aus der Luft erfolgte. Foto: Sara Landsleitner
    Ein technischer Defekt führte dazu, dass 21 Menschen in der Gondel ausharren mussten, bis die Rettung aus der Luft erfolgte. Foto: Sara Landsleitner
  • Für die Crew von Christoph 27 war es eine "Operation auf sehr hohem Niveau". Foto Sara Landsleitner
    Für die Crew von Christoph 27 war es eine "Operation auf sehr hohem Niveau". Foto Sara Landsleitner

Menschenleben zu retten ist für das Team der DRF Luftrettung von Christoph 27 aus Nürnberg Alltag – der Einsatz im Freizeitland Geiselwind am Dienstag dagegen, war alles andere als gewöhnlich.

„Wir sind in Nürnberg mit unserer Winde fast ein Exot. Menschen aus einer Gondel eines Fahrgeschäftes in 60 Meter Höhe zu retten, ist für uns allerdings alles andere als Standard“, erzählt Pilot Jörg Redetzky. „Und ich selbst habe so einen Einsatz auch noch nicht erlebt.“

Wie heute bekannt wurde, blieb die Gondel der Attraktion „Top oft the World“ aufgrund eines technischen Defekts stehen. 21 Fahrgäste steckten fest. „Wir wurden um 17.34 Uhr von der Leitstelle alarmiert“, erinnert sich Jörg Redetzky. „Unsere Abläufe für eine Windenrettung sind trainiert und eigentlich fast immer vergleichbar. In diesem Fall wussten wir, dass Höhenretter der Feuerwehr bereits zu den Fahrgästen in die Gondel geklettert waren und alles vorbereitet hatten. Die eigentliche Rettungsaktion musste zügig gehen, denn mit Sonnenuntergang zwei Stunden später hätten wir die Winde nicht mehr einsetzen können.“ Umso wichtiger sei die Funktion der Höhenretter, die die zu rettenden Personen vorbereiten und einschätzen können, wer womöglich Angst hat.

Unter den 21 Fahrgästen waren auch mehrere Kinder. Eins von ihnen wollte nicht per Winde gerettet werden. ,„Aber seine Oma“, fügt Jörg Redetzky hinzu. Nach einer halben Stunde musste Christoph 27 aufgetankt werden. Sieben Personen konnten bis dahin in Sicherheit gebracht werden. „Zu diesem Zeitpunkt waren weitere Rettungshubschrauber aus Niederstetten und Roth bereits vor Ort“, erklärt Jörg Redetzky und fügt hinzu: „Das war eine Operation auf sehr hohem Niveau. Wir wurden von der Höhenrettergruppe aus Würzburg und zahlreichen Rettungskräften aus dem Umland (Feuerwehr, Rettungsdienst und Seelsorger) unterstützt. Alles verlief ohne Zwischenfälle und die Rettung konnte als voller Erfolg verbucht werden. Die gute und professionelle Organisation sind sicher auch darauf zurückzuführen, dass die Polizei genau dieses Szenario erst im April vor Ort trainiert hat.“

 

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