29.03.2019 | News-Bericht

Windentraining: Rettung mit 90 m langem Seil

  • Christoph 27 mit fest installierter Rettungswinde im Trainingsflug. Das Übungsszenario: ein verletzter Kletterer. (Foto: Michael Meyer)
    Christoph 27 mit fest installierter Rettungswinde im Trainingsflug. Das Übungsszenario: ein verletzter Kletterer. (Foto: Michael Meyer)
  • Windenrettung ist ein anspruchsvolles Unterfangen, das bei der DRF Luftrettung regelmäßig geübt wird. (Foto: Michael Meyer)
    Windenrettung ist ein anspruchsvolles Unterfangen, das bei der DRF Luftrettung regelmäßig geübt wird. (Foto: Michael Meyer)
  • Teil der Ausrüstung: ein Bergesack. Auch dessen Einsatz wird intensiv trainiert. (Foto: Michael Meyer)
    Teil der Ausrüstung: ein Bergesack. Auch dessen Einsatz wird intensiv trainiert. (Foto: Michael Meyer)
  • Präzise lässt der Windenoperator die Winde aus dem Hubschrauber zum Bergretter hinunter. (Foto: Michael Meyer)
    Präzise lässt der Windenoperator die Winde aus dem Hubschrauber zum Bergretter hinunter. (Foto: Michael Meyer)
  • Am 90 Meter langen Seil werden Bergretter und Notarzt zu Boden gelassen - hierbei ist Know-how gefragt. (Foto: Michael Meyer)
    Am 90 Meter langen Seil werden Bergretter und Notarzt zu Boden gelassen - hierbei ist Know-how gefragt. (Foto: Michael Meyer)
  • Windenrettung ist Teamarbeit. Daher steht auch die Zusammenarbeit im Team im Fokus der Schulungen. (Foto: Michael Meyer)
    Windenrettung ist Teamarbeit. Daher steht auch die Zusammenarbeit im Team im Fokus der Schulungen. (Foto: Michael Meyer)
  • Unterstützt wird die DRF Luftrettung bei diesen Übungen durch die Bergwacht. (Foto: Michael Meyer)
    Unterstützt wird die DRF Luftrettung bei diesen Übungen durch die Bergwacht. (Foto: Michael Meyer)

Ein Kletterer stürzt an einem Felsen des Frankenjuras in die Tiefe, ein Kranführer in Nürnberg erleidet plötzlich einen Herzinfarkt. In solchen Situationen sind die Patienten für die Rettungskräfte nur schwer zu erreichen. Für eine zügige und schonende Rettung bietet Rettungshubschrauber Christoph 27 mit seiner fest installierten Winde beste Voraussetzungen. Zudem werden die Besatzungen für solche Einsätze umfangreich geschult. „Rund 200 Trainingsstunden absolviert die DRF Luftrettung mit ihren Windenteams innerhalb der Organisation insgesamt pro Jahr“, sagt Sebastian Schneider, Ausbildungsleiter Winde bei der DRF Luftrettung.

Ende März rückten die Besatzung der Stationen Nürnberg (RTH) wieder aus, um in intensiven Trainingseinheiten den Umgang mit der Rettungswinde zu perfektionieren. Mit dabei: die Höhenretter der Berufsfeuerwehr Nürnberg sowie die BRK Bergwacht Bayern. Bevor die Rotoren der rot-weißen Maschine gestartet wurden und die Übungen an der 90 m langen Seilwinde begannen, befassten sich die Teilnehmer mit den Grundlagen der Windenrettung, spielten die Abläufe durch und besprachen die Zusammenarbeit im Team. Sebastian Schneider erklärt, warum dieses Know-how eine so große Rolle spielt: „Sowohl in der Übung im Anschluss als auch später im Einsatz müssen die Verfahren und Handgriffe perfekt sitzen. Jeder und jede muss wissen, was zu tun ist. Daher spielen wir die einzelnen Szenarien schon in der theoretischen Schulung intensiv durch und erläutern neben den klar definierten Abläufen auch eindeutige Kommandos, die wir immer wieder üben."

An den Praxistagen fanden sich die Partner der Bergwacht und Feuerwehr mit den Piloten, Notfallsanitätern und Notärzten der DRF Luftrettung in felsigem Gelände und in Anlagen mit hohen Gebäuden ein und übten dort die Rettung unter einsatzrealistischen Bedingungen. Sie trainierten An- und Abflüge, das Ablassen von Notarzt und Retter mit der Winde, die Vorbereitung des Patienten für die Rettung mit der Hubschrauberwinde und das Hochziehen zum Hubschrauber.

Immer im Fokus: höchstmögliche Sicherheit. „Windenrettung ist ein komplexes und anspruchsvolles Verfahren", unterstreicht Sebastian Schneider. Daher investiert die DRF Luftrettung in intensive Ausbildung in diesem Bereich. Abseilen, hochwinchen, transportieren, die richtigen Kommandos geben – all das lief routiniert ab. Ausbilder überwachten dabei jeden Teil der Übung. Der reibungslose Ablauf an den Praxistagen hat gezeigt, dass diese kontinuierlichen Schulungen Früchte tragen. „Die regelmäßigen Trainingseinheiten bilden neben den 20 Jahren Erfahrung der DRF Luftrettung in der Windenrettung die zentrale Basis, um unserem eigenen Anspruch an Professionalität gerecht zu werden“, sagt Sebastian Schneider. „Ein herzlichen Dank möchte ich auch an die Kolleginnen und Kollegen der Berufsfeuerwehr und Bergwacht für die gute Zusammenarbeit aussprechen!"

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