02.05.2016 | News-Bericht

Windentraining in Reutte

  • Beim Windentraining der ARA Flugrettung in Reutte trainieren die Besatzungen die Zusammenarbeit bei der Windenrettung. (Foto: Matthias Böhl)
    Beim Windentraining der ARA Flugrettung in Reutte trainieren die Besatzungen die Zusammenarbeit bei der Windenrettung. (Foto: Matthias Böhl)
  • Die regelmäßige Schulung des Windeneinsatzes ist notwendig, damit im Notfall jeder Handgriff sitzt. (Foto: Matthias Böhl)
    Die regelmäßige Schulung des Windeneinsatzes ist notwendig, damit im Notfall jeder Handgriff sitzt. (Foto: Matthias Böhl)
  • (Foto: Matthias Böhl)
    (Foto: Matthias Böhl)
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    (Foto: Matthias Böhl)

Im April hieß es für die Besatzungsmitglieder des Reuttener Notarzthubschraubers RK-2 der ARA Flugrettung wieder trainieren für den Ernstfall. Die regelmäßige Schulung des Windeneinsatzes ist notwendig, damit im Notfall jeder Handgriff sitzt: Vom Anflug und Auffinden der verunglückten Person im Gelände, dem Abseilen der Rettungskräfte bis zum Vorbereiten des Transports und dem Hochwinchen des Patienten mit der Winde.

„Das Windentraining ist wieder sehr gut verlaufen“, fasst Michael Schweiger, leitender Notfallsanitäter der Reuttener Station, die Trainingseinheit zusammen. Zweimal im Jahr, einmal im Frühjahr und einmal im Herbst, werden an unterschiedlichen Stationen im Gelände die verschiedenen Szenarien nachgestellt, um eine möglichst realistische Übung zu simulieren. „Dies ist notwendig, damit wir bei realen Einsätzen die Sicherheit gewährleisten, aber auch, um ständig die Abläufe zu optimieren." Wie wichtig das regelmäßige Training ist, zeigt die Tatsache, dass allein der Reuttener Notarzthubschrauber im vergangenen Jahr zu 110 Windeneinsätzen alarmiert wurde.

Der Schwerpunkt lag dieses Mal auf den Bergesäcken mit dem neuen Antirotationsruder, das seit diesem Jahr bei der ARA Flugrettung eingesetzt wird. „Bei der Verwendung dieses Ruders kann die Rettung ohne Antirotationsleine erfolgen, was den Einsatz einfacher und vor allem sicherer macht“, erklärt Michael Schweiger. Es soll verhindern, dass der Luftstrom des Hubschraubers während des Schwebeflugs den Bergesack an der Winde zur Rotation bringt, was für Retter und Patienten unangenehme Folgen haben kann. Bisher kam ein Antirotationsseil zum Einsatz, das vom Boden aus festgehalten wurde. An zwei verschieden Stationen wurde unter aufmerksamen Blicken der Ausbilder die Rettung eines Verletzten im Bergesack unter realistischen Bedingungen geübt. Trotz Übung war die Besatzung während des Trainings jederzeit alarmbereit.

Am Vortag wurden bereits die theoretischen Kenntnisse aufgefrischt und Checkflüge für die Piloten und die Winchoperator durchgeführt, bevor sich am Samstag bei wolkenverhangenem Himmel die Piloten, Notfallsanitäter mit der Zusatzausbildung zum Winchoperator, Notärzte sowie Flugretter im nahen „Gsperr“ versammelten. Dabei handelt es sich um eine enge Felsenschlucht mit geeignetem Terrain für die Übungen, nur unweit der Reuttener Station entfernt. Zum Abschluss versammelte sich die gesamte Besatzung und ließ den Übungstag Revue passieren, um Erfahrungen auszutauschen und Abläufe zu diskutieren. „Wir möchten uns bei allen für ihr Engagement und ihren Einsatz und auch bei der Bevölkerung vor Ort für ihre Rücksicht bedanken“, so Michael Schweiger.

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