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07.05.2018 | News-Bericht

In Windeseile am Ort des Geschehens

  • Letzte Handgriffe durch den Hubschraubernotarzt, bevor der Verletzte für den Flug ins Krankenhaus auf die Trage des Hubschraubers gebettet wird.
    Letzte Handgriffe durch den Hubschraubernotarzt, bevor der Verletzte für den Flug ins Krankenhaus auf die Trage des Hubschraubers gebettet wird.

Christoph 60 ist jederzeit in ganz Thüringen zur Stelle, wenn er gebraucht wird, und mitunter ebenso in angrenzenden Bundesländern. Vor wenigen Tagen allerdings lag die Einsatzstelle der in Suhl beheimateten Crew der DRF Luftrettung quasi „in der Nachbarschaft“, in nur knapp zehn Kilometern Entfernung: Auf der A71 bei Suhl ereignete sich gegen 13.00 Uhr ein schwerer Unfall, zu dem die Rettungsleitstelle Schmalkalden-Meinigen Christoph 60 hinzurief. Denn: „Es war direkt klar, dass der Verunfallte in ein größeres, weiter entferntes Krankenhaus gebracht werden musste“, erläutert Pilot Martin Hannig. Zwischen Unfallort und einer geeigneten Klinik können schon einmal Dutzende Kilometer liegen. Und große Distanzen legt die bis zu 250 Stundenkilometer schnelle, rot-weiße EC 135 eben schneller zurück als jeder Rettungswagen.

Die kurze Entfernung zur Einsatzstelle ermöglichte es der Crew, die neben Martin Hannig aus Hubschraubernotarzt Robert Schmitt und Notfallsanitäter Ingo Müller bestand, nur wenige Augenblicke nach der Alarmierung vor Ort zu sein. Dort kam ein 38-Jähriger zuvor aus bislang ungeklärter Ursache mit seinem Pkw von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug flog 100 Meter weit und überschlug sich mehrfach, bis es in einem Graben zum Liegen kam. „So etwas erleben selbst wir nicht alle Tage!“, betont Martin Hannig.

Ein bodengebundener Notarzt übernahm die Erstversorgung des schwerverletzten Verunglückten und übergab ihn schließlich der Crew aus Suhl. Der Autofahrer erlitt bei dem Crash ein offenes Schädel-Hirn-Trauma, ein Mittelgesichts- sowie ein Thorax-Trauma. „Die Kollegen Schmitt und Müller bereiteten den Patienten zügig auf den Transport in ein Krankenhaus der Maximalversorgung vor“, schildert Pilot Hannig. Die Entscheidung fiel auf das 60 Kilometer entfernte Helios Klinikum Erfurt, auf dessen Landeplatz Christoph 60 nur 19 Minuten nach Abflug aufsetzte. Ein Tempo, das der bodengebundene Rettungsdienst nicht hätte leisten können. Letztlich war der schnelle Transport, der eine ebenso rasche chirurgische Versorgung gewährleistete, überlebenswichtig für den 38-Jährigen.

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Praktische Übungen gehörten auch zum Programm des diesjährigen Christoph 60-Tags. Bildquelle: Daniel Wiegmann, Feuerwehr Suhl.
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