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04.06.2018 | News-Bericht

Wohnwagen explodiert

  • Schnelle Hilfe auch in der Nacht bringt Christoph 42. Symbolbild.
    Schnelle Hilfe auch in der Nacht bringt Christoph 42. Symbolbild.

Zu einem ungewöhnlichen Nachteinsatz wurde kürzlich die Rendsburger Crew der DRF Luftrettung gerufen. Um 1:15 Uhr ging der Alarm los, die Integrierte Regionalleitstelle Süd rief Christoph 42 zu einem Einsatz ins 120 Kilometer entfernte Grömitz. „Das war schon eine unüblich große Distanz. Tagsüber deckt ein anderer Hubschrauber das Gebiet ab, aber da es sich um einen Nachtflug handelte und wir 24 Stunden im Dienst sind, wurden wir alarmiert“, erklärt Pilot Normann Pulina. Auf einem Campingplatz, so die Angabe der Leitstelle, sei ein Wohnwagen explodiert. Eine Person habe schwere Verbrennungen erlitten, die den Transport in eine Spezialklinik erforderten. Sofort machte sich Normann Pulina gemeinsam mit Co-Pilot Dietmar Hohnholz, Notarzt Michael Schönfeldt und Notfallsanitäter Frank Schmelzkopf auf den Weg nach Grömitz.

Als die rot-weiße EC 145 auf einem zum Campingterrain gehörenden Sportplatz aufsetzte, war neben einem Rettungswagen und einem bodengebundenen Notarzt auch die örtliche Feuerwehr an der Unfallstelle und leuchtete den Landeplatz aus. Den Luftrettern bot sich ein schrecklicher Anblick: „Der 55-Jährige, der sich bei der Explosion im Wohnwagen Wohnwagen befand, erlitt lebensgefährliche Verbrennungen zweiten und dritten Grades“, so Normann Pulina. Ein erheblicher Anteil der Hautoberfläche seien betroffen gewesen.

Über die Ursache des Unglücks erfuhren die Rendsburger nichts. Es zählte allein die zügige Übernahme des Brandopfers von den Erstversorgern sowie der rasche und zugleich schonende Transport zur für ihn optimalen Versorgung. „Es war entscheidend, den Patienten in eine auf Brandverletzungen spezialisierte Klinik zu transportieren“, erläutert der Pilot. Das medizinische Team entschied sich für den nächstgelegenen Standort, der diesem Kriterium entspricht: den Campus Lübeck des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein. Gut 50 Kilometer sind es bis dorthin, eine Strecke, die mit dem Rettungswagen zu lange gedauert hätte. Christoph 42 hingegen brauchte nur eine knappe Viertelstunde bis nach Lübeck, wo der Patient dem Spezialistenteam zur weiteren Versorgung übergeben wurde.

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