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09.05.2018 | News-Bericht

Zur rettenden OP in die einstige Bergbaustadt

  • Zeit ist Hirn, unterstreichen Fachgesellschaften und Patientenorganisationen wie die Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Für Betroffene ist es überlebenswichtig, so schnell wie möglich in einer sogenannten Stroke Unit, einer auf Schlaganfall spezialisierten Abteilung versorgt zu werden. Christoph Dortmund ist dabei ein unschlagbar schnelles Transportmittel.
    Zeit ist Hirn, unterstreichen Fachgesellschaften und Patientenorganisationen wie die Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Für Betroffene ist es überlebenswichtig, so schnell wie möglich in einer sogenannten Stroke Unit, einer auf Schlaganfall spezialisierten Abteilung versorgt zu werden. Christoph Dortmund ist dabei ein unschlagbar schnelles Transportmittel.

Es ist der erste Einsatz für Christoph Dortmund an diesem frühsommerlichen, sonnigen Tag, als die Rettungsleitstelle das Team der DRF Luftrettung nach Iserlohn entsendet. Dort, so die Einsatzmeldung, hat ein bodengebundener Notarzt bei einer 78-jährigen Frau eine lebensgefährliche Einblutung im Hirngewebe festgestellt. Das örtliche Krankenhaus kann einen jetzt schnellstmöglich nötigen operativen Eingriff nicht durchführen. Hierfür ist eine Neurochirurgie erforderlich. Soll das Leben der Seniorin gerettet werden, muss sie deswegen in die Uniklinik nach Bochum-Langendreer.

Pilot Ulrich Weigang, Notarzt Dr. Christian Afflerbach und Rettungsassistent Björn Orschel starten deswegen unverzüglich mit ihrer rot-weißen BK 117 vom Dortmunder Flughafen „Richtung Süd, Südost“, wie Ulrich Weigang schildert. Nur acht Minuten braucht die Dortmunder Crew und kommt bereits am Einsatzort an. Die Patientin befindet sich in einem Privathaus. Durch eine Straße von dem Gebäude getrennt, liegt benachbart eine Wiese. Die örtliche Feuerwehr ist mit einem kompletten Löschzug vor Ort, ebenso die Polizei mit zwei Streifenwagen. Feuerwehr und Polizei sperren die Straße für den Einsatz von Christoph Dortmund und sichern die Landung ab, so dass Ulrich Weigang in unmittelbarer Nähe der Einsatzstelle sofort zur Landung gehen kann.

Das medizinische Team, Notarzt Afflerbach und Rettungsassistent Björn Orschel, benötigt nur wenig Zeit für die Stabilisierung und Vorbereitung der Patientin: Die beiden Luftretter legen die Frau in Narkose, intubieren sie, um sie künstlich zu beatmen. Es vergeht gerade eine halbe Stunde vor Ort, und schon lässt Pilot Weigang die Triebwerke abermals an. Ziel des Weiterflugs: das rettende Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer.

Intubiert und beatmet und mit 250 Stundenkilometern wird die 78-Jährige in der wie eine Intensivstation ausgestatteten BK 117 der DRF Luftrettung aus dem märkischen Sauerland in die einstige Bergbaustadt gebracht. Wiederum dauert es nur nur acht Minuten, um die Distanz zu überwinden – für die ein Rettungswagen länger als eine halbe Stunde unterwegs gewesen wäre.
In Bochum übergibt die Besatzung von Christoph Dortmund die Frau rasch an die dortigen Ärzte. Nach einer kurzen Erstdiagnostik der aufnehmenden Klinik erfolgt eine sofortige Operation – denn Zeit für Verzögerungen ließ die Hirnblutung nicht mehr zu.

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