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19.04.2018 | News-Bericht

Zusammenprall bei nächtlicher Skifahrt

  • Nachteinsatz für Christoph 11 aus Villingen-Schwenningen: Ein Skifahrer war mit einem anderen zusammen geprallt und hatte sich schwer verletzt. Symbolbild.
    Nachteinsatz für Christoph 11 aus Villingen-Schwenningen: Ein Skifahrer war mit einem anderen zusammen geprallt und hatte sich schwer verletzt. Symbolbild.

Es war draußen bereits stockdunkel, als an einem kalten Märzabend um 21:20 Uhr auf der Hubschrauberstation im baden-württembergischen Villingen-Schwenningen der Alarm losging: Bei den Skiliften Haldenköpfle am Schwarzwälder Berg Schauinsland waren zwei Skifahrer auf der Piste zusammengeprallt und gestürzt. Einer der beiden hatte sich dabei offenbar schwere Verletzungen zugezogen. Eilig machte sich die Crew, bestehend aus Notarzt Dr. Simon Bohnert, Notfallsanitäter Cornel Fix, Pilot Roy Fleischer und Co-Pilot Ansgar Baisch, mit Christoph 11 auf den Weg zum 50 Kilometer entfernten Unfallort.

Nach rund einer Viertelstunde Flugzeit setzte die rot-weiße H 145 auf dem Parkplatz des Skilift-Geländes auf. Ein Rettungswagen war bereits vor Ort. „Die Landung war unproblematisch, denn der Parkplatz war schon fast leer, da die Anlage eine halbe Stunde später schließen sollte“, erinnert sich Pilot Roy Fleischer. „Zwei Fahrzeuge der Bergwacht hatten den Landebereich außerdem für uns abgesperrt, und durch den Suchscheinwerfer konnte die Fläche taghell ausgeleuchtet werden. Das Nachtsichtgerät hat uns zusätzlich unterstützt.“

Bis zum Skilift seien es dann nur noch 30 Meter gewesen, die das medizinische Team um Dr. Bohnert zurücklegen musste. Mit einem Schneemobil fuhr die Crew von dort zur Unfallstelle auf der Piste. Während der eine der beiden seitlich ineinandergeprallten Männer unverletzt blieb, hatte der andere bei dem auf den Crash folgenden Sturz mehrere, teils schwere Verletzungen erlitten. „Der 55-Jährige hatte sich mehrere Rippen und das Schlüsselbein gebrochen. Zudem lag ein Pneumothorax vor“, schildert Fleischer. Davon spreche man, wenn sich freie Luft im Brustkorb befindet – bei dem Patienten sei diese Diagnose zum Glück nicht lebensbedrohlich ausgeprägt gewesen. „Seine Atmung war ausreichend und er war die ganze Zeit über ansprechbar“, so der Pilot.

So schonend wie möglich wurde der Skifahrer auf einer Schaufeltrage und im Rettungssack des Schneemobils von der Piste gebracht. Für den Transport mit Christoph 11 legten Fix und Dr. Bohnert den 55-Jährigen auf eine mit kleinen Styroporkugeln gefüllte Vakuummatratze, aus der die Luft gesaugt wird und die so den Körper des Patienten fest umschließt. Zur optimalen Weiterversorgung brachte das Team aus Villingen-Schwenningen den Verunfallten ins Universitätsklinikum Freiburg, wo er vom Fachpersonal im Schockraum des Notfallzentrums behandelt wurde.

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